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Beschreibung
Die Transplantationsmedizin wird entweder als Erfüllung eines Menschheitstraumes betrachtet oder als entsinnlichende Technik kritisiert. Oliver Decker deckt dahinter jedoch noch eine andere Dimension auf: Die Not des Menschen, nicht ohne Götter, Ideale und Theorien, kurz nicht ohne Prothesen, sein zu können. Dies beinhaltet zwangsläufig auch die Frage nach dem Subjekt und seiner Identität.
Die moderne Transplantationsmedizin gibt gleichzeitig das Versprechen der Erlösung während sie auf die Transzendenz des Bestehenden verzichtet. Decker diskutiert diese Entwicklung theoretisch und lässt Patienten Tagebuch über ihr Befinden nach Transplantationen führen. Dabei zeigt sich eine zunehmende Entsinnlichung.
Die Transplantationsmedizin wird entweder als Erfüllung eines Menschheitstraumes betrachtet oder als entsinnlichende Technik kritisiert. Oliver Decker deckt dahinter jedoch noch eine andere Dimension auf: Die Not des Menschen, nicht ohne Götter, Ideale und Theorien, kurz nicht ohne Prothesen, sein zu können. Dies beinhaltet zwangsläufig auch die Frage nach dem Subjekt und seiner Identität.
Die moderne Transplantationsmedizin gibt gleichzeitig das Versprechen der Erlösung während sie auf die Transzendenz des Bestehenden verzichtet. Decker diskutiert diese Entwicklung theoretisch und lässt Patienten Tagebuch über ihr Befinden nach Transplantationen führen. Dabei zeigt sich eine zunehmende Entsinnlichung.
Über den Autor
Oliver Decker ist Leiter des Forschungsbereichs Sozialer und Medizinischer Wandel und des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Universität Leipzig. Zusammen mit Elmar Brähler leitet er die Leipziger Autoritarismus- und Rechtsextremismusstudie, bekannt geworden als Leipziger 'Mitte'-Studien.

(Stand: April 2018)
Zusammenfassung
Die hier gewonnene Erkenntnis lässt sich auch auf die derzeitigen und kommenden sensationellen medizinischen Eingriffe übertragen.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt

1. Das Ideal des Prothesengottes
1.1 Ideal und Subjekt
1.2 Ideal und Kultur
1.3 Ideal des Prothesengottes
1.3.1 Gott als Prothese
1.3.2 Ideal als Prothese Gottes
1.3.3 Gott durch Prothesen

2. Grenzerfahrungen: Der prothetisierte Körper
2.1 Der Andere und der Körper als Prothese
2.2 Erfahrbare Grenze und Grenzverletzung
2.2.1 Prothesen des Begehrens
2.2.2 Vervollständigende Prothesen
2.2.3 Durchdrungen von Prothesen

3. Methodische Ideale
3.1 Askese und Subjektivität
3.2 Das reflexive Arbeitsbündnis
3.2.1 Intimität
3.2.2 Arrangement
3.2.3 Analyse

4. Vervollständigung und Beschädigung: Die Prothesenerfahrung
4.1 Herr Creutz
4.1.1 Zeitreihenanalyse
4.1.2 Repertory-Grid
4.1.3 Konfliktanalyse
4.2 Herr Müller
4.2.1 Zeitreihenanalyse
4.2.2 Repertory-Grid
4.2.3 Konfliktanalyse

5. Diskussion
Details
Erscheinungsjahr: 2004
Genre: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik, Philosophie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Reihe: Psyche und Gesellschaft
Inhalt: 252 S.
ISBN-13: 9783898063104
ISBN-10: 3898063100
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 2445420
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Decker, Oliver
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Psychosozial-Verlag
Psychosozial-Verlag GmbH & Co. KG
Psyche und Gesellschaft
Verantwortliche Person für die EU: Psychosozial-Verlag, Walltorstr. 10, D-35390 Gießen, vertrieb@psychosozial-verlag.de
Maße: 210 x 148 x 18 mm
Von/Mit: Oliver Decker
Erscheinungsdatum: 15.05.2004
Gewicht: 0,376 kg
Artikel-ID: 132853150

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