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Beschreibung
In "Der König von Thule" nimmt Paul Grabein das aus Goethes Ballade vertraute Motiv der unverbrüchlichen Treue auf und verwandelt es in eine erzählerische Untersuchung von Erinnerung, Herrschaft und Verzicht. Das Buch bewegt sich zwischen spätromantischer Symbolik und bürgerlich-realistischer Charakterzeichnung: Landschaften, Gegenstände und Gesten erhalten emblematische Bedeutung, ohne dass die psychologische Führung der Figuren preisgegeben wird. So erscheint Thule weniger als geographischer Ort denn als geistiger Grenzraum, in dem Liebe, Pflicht und Vergänglichkeit einander prüfen. Paul Grabein, der im deutschen Literaturbetrieb des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts als Erzähler und Publizist wirkte, zeigt hier seine Neigung, überlieferte Stoffe nicht bloß nachzuerzählen, sondern kulturgeschichtlich zu befragen. Seine Generation stand im Schatten Goethes und der Romantik, zugleich aber unter dem Eindruck moderner Skepsis gegenüber Pathos und Autorität. Aus dieser Spannung erklärt sich die besondere Tonlage des Werkes: ehrfürchtig gegenüber dem Mythos, doch aufmerksam für menschliche Schwäche. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die literarische Anspielungen, symbolische Verdichtung und historisch grundierte Prosa schätzen. Wer in einem Roman nicht nur Handlung, sondern auch die Nachwirkung großer Motive der deutschen Dichtung sucht, findet in "Der König von Thule" eine stille, ernsthafte und gedankenreiche Lektüre.
In "Der König von Thule" nimmt Paul Grabein das aus Goethes Ballade vertraute Motiv der unverbrüchlichen Treue auf und verwandelt es in eine erzählerische Untersuchung von Erinnerung, Herrschaft und Verzicht. Das Buch bewegt sich zwischen spätromantischer Symbolik und bürgerlich-realistischer Charakterzeichnung: Landschaften, Gegenstände und Gesten erhalten emblematische Bedeutung, ohne dass die psychologische Führung der Figuren preisgegeben wird. So erscheint Thule weniger als geographischer Ort denn als geistiger Grenzraum, in dem Liebe, Pflicht und Vergänglichkeit einander prüfen. Paul Grabein, der im deutschen Literaturbetrieb des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts als Erzähler und Publizist wirkte, zeigt hier seine Neigung, überlieferte Stoffe nicht bloß nachzuerzählen, sondern kulturgeschichtlich zu befragen. Seine Generation stand im Schatten Goethes und der Romantik, zugleich aber unter dem Eindruck moderner Skepsis gegenüber Pathos und Autorität. Aus dieser Spannung erklärt sich die besondere Tonlage des Werkes: ehrfürchtig gegenüber dem Mythos, doch aufmerksam für menschliche Schwäche. Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die literarische Anspielungen, symbolische Verdichtung und historisch grundierte Prosa schätzen. Wer in einem Roman nicht nur Handlung, sondern auch die Nachwirkung großer Motive der deutschen Dichtung sucht, findet in "Der König von Thule" eine stille, ernsthafte und gedankenreiche Lektüre.
Details
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
ISBN-13: 9788027257256
ISBN-10: 8027257255
Sprache: Deutsch
Autor: Grabein, Paul
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 220 x 160 x 5 mm
Von/Mit: Paul Grabein
Erscheinungsdatum: 09.05.2019
Gewicht: 0,155 kg
Artikel-ID: 121348863

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