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Beschreibung
Anton Tschechows Der Kirschgarten, 1904 uraufgeführt, zeigt den Verkauf eines verpfändeten Guts und die Abholzung seines namensgebenden Gartens als leise Katastrophe einer untergehenden Gesellschaft. Zwischen Ljubow Andrejewna, dem Kaufmann Lopachin, dem Studenten Trofimow und den Dienern entfaltet sich kein melodramatischer Konflikt, sondern ein Gewebe aus verfehlten Gesprächen, komischen Gesten und existenzieller Blindheit. Tschechows Stil verbindet präzisen Realismus mit symbolischer Verdichtung; im literarischen Kontext markiert das Stück den Übergang vom klassischen Gesellschaftsdrama zur modernen Tragikomödie. Tschechow, 1860 als Sohn eines ehemaligen Leibeigenen geboren und zugleich Arzt, kannte soziale Mobilität, Armut und menschliche Verletzlichkeit aus unmittelbarer Erfahrung. Seine medizinische Beobachtungsgabe, sein skeptischer Humanismus und sein Blick auf die Umbrüche im späten Zarenreich prägen dieses Werk. Der Kirschgarten spiegelt die Spannungen zwischen Adel, aufsteigendem Bürgertum und entwurzelten Intellektuellen, ohne einfache moralische Urteile zu fällen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die dramatische Literatur nicht als Handlungsspektakel, sondern als genaue Untersuchung historischer Zeitenwenden schätzen. Wer Tschechows leise Ironie, seine Mitmenschlichkeit und seine Kunst des Ungesagten aufmerksam liest, entdeckt in Der Kirschgarten ein Werk von bleibender politischer und psychologischer Aktualität.
Anton Tschechows Der Kirschgarten, 1904 uraufgeführt, zeigt den Verkauf eines verpfändeten Guts und die Abholzung seines namensgebenden Gartens als leise Katastrophe einer untergehenden Gesellschaft. Zwischen Ljubow Andrejewna, dem Kaufmann Lopachin, dem Studenten Trofimow und den Dienern entfaltet sich kein melodramatischer Konflikt, sondern ein Gewebe aus verfehlten Gesprächen, komischen Gesten und existenzieller Blindheit. Tschechows Stil verbindet präzisen Realismus mit symbolischer Verdichtung; im literarischen Kontext markiert das Stück den Übergang vom klassischen Gesellschaftsdrama zur modernen Tragikomödie. Tschechow, 1860 als Sohn eines ehemaligen Leibeigenen geboren und zugleich Arzt, kannte soziale Mobilität, Armut und menschliche Verletzlichkeit aus unmittelbarer Erfahrung. Seine medizinische Beobachtungsgabe, sein skeptischer Humanismus und sein Blick auf die Umbrüche im späten Zarenreich prägen dieses Werk. Der Kirschgarten spiegelt die Spannungen zwischen Adel, aufsteigendem Bürgertum und entwurzelten Intellektuellen, ohne einfache moralische Urteile zu fällen. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die dramatische Literatur nicht als Handlungsspektakel, sondern als genaue Untersuchung historischer Zeitenwenden schätzen. Wer Tschechows leise Ironie, seine Mitmenschlichkeit und seine Kunst des Ungesagten aufmerksam liest, entdeckt in Der Kirschgarten ein Werk von bleibender politischer und psychologischer Aktualität.
Details
| Genre: | Lyrik & Dramatik |
|---|---|
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| ISBN-13: | 9788027254934 |
| ISBN-10: | 8027254930 |
| Sprache: | Deutsch |
| Autor: | Tschechow, Anton Pawlowitsch |
| Übersetzung: | Scholz, August |
| Hersteller: | Musaicum Books |
| Verantwortliche Person für die EU: | OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com |
| Maße: | 220 x 160 x 2 mm |
| Von/Mit: | Anton Pawlowitsch Tschechow |
| Erscheinungsdatum: | 08.05.2019 |
| Gewicht: | 0,076 kg |