Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
In Der Heilige entfaltet Conrad Ferdinand Meyer den Konflikt zwischen König Heinrich II. von England und Thomas Becket, dem Kanzler, Freund und späteren Erzbischof von Canterbury, als konzentriertes Drama von Macht, Gewissen und sakraler Autorität. Der historische Roman, vermittelt durch die erinnernde Stimme eines schlichten Augenzeugen, verbindet epische Distanz mit psychologischer Schärfe. Meyers Stil des poetischen Realismus meidet pathetische Breite; er arbeitet mit strenger Komposition, symbolischen Kontrasten und einer Sprache, deren Kühle die inneren Erschütterungen umso deutlicher hervortreten lässt. Meyer, 1825 in Zürich geboren und 1898 gestorben, war ein Schweizer Dichter von europäischem Rang, dessen Werk aus historischer Bildung, religiöser Sensibilität und politischem Skeptizismus erwuchs. Persönliche Krisen, späte künstlerische Reife und die Erfahrung konfessioneller Spannungen in der Schweiz schärften seinen Blick für Figuren, die zwischen weltlicher Pflicht und metaphysischem Anspruch stehen. Becket bot ihm daher den idealen Stoff: ein Schicksal, in dem Geschichte zur Gewissensprüfung wird. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die historische Prosa nicht als Kostüm, sondern als Erkenntnisform schätzen. Wer an moralischer Ambivalenz, präziser Charakterzeichnung und kunstvoll gebändigter Sprache Freude hat, findet hier ein Meisterwerk deutschsprachiger Erzählkunst.
In Der Heilige entfaltet Conrad Ferdinand Meyer den Konflikt zwischen König Heinrich II. von England und Thomas Becket, dem Kanzler, Freund und späteren Erzbischof von Canterbury, als konzentriertes Drama von Macht, Gewissen und sakraler Autorität. Der historische Roman, vermittelt durch die erinnernde Stimme eines schlichten Augenzeugen, verbindet epische Distanz mit psychologischer Schärfe. Meyers Stil des poetischen Realismus meidet pathetische Breite; er arbeitet mit strenger Komposition, symbolischen Kontrasten und einer Sprache, deren Kühle die inneren Erschütterungen umso deutlicher hervortreten lässt. Meyer, 1825 in Zürich geboren und 1898 gestorben, war ein Schweizer Dichter von europäischem Rang, dessen Werk aus historischer Bildung, religiöser Sensibilität und politischem Skeptizismus erwuchs. Persönliche Krisen, späte künstlerische Reife und die Erfahrung konfessioneller Spannungen in der Schweiz schärften seinen Blick für Figuren, die zwischen weltlicher Pflicht und metaphysischem Anspruch stehen. Becket bot ihm daher den idealen Stoff: ein Schicksal, in dem Geschichte zur Gewissensprüfung wird. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die historische Prosa nicht als Kostüm, sondern als Erkenntnisform schätzen. Wer an moralischer Ambivalenz, präziser Charakterzeichnung und kunstvoll gebändigter Sprache Freude hat, findet hier ein Meisterwerk deutschsprachiger Erzählkunst.
Details
Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 76 S.
ISBN-13: 9788027252220
ISBN-10: 8027252229
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Meyer, Conrad Ferdinand
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 220 x 160 x 4 mm
Von/Mit: Conrad Ferdinand Meyer
Erscheinungsdatum: 07.05.2019
Gewicht: 0,127 kg
Artikel-ID: 121348628

Ähnliche Produkte