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Beschreibung
Diese sieben Geschichten haben ihre eigenen Geschichten: Ausgelöst durch die Hemmung, am Weihnachtsabend in einen leeren U-Bahn-Zug zu steigen, durch den Bericht einer Bekannten, die im Flugzeug einen älteren Herrn beim Zerreißen eines Pornobildes beobachtete, oder die Erzählung einer Studentin, die im Kaufhaus gestohlene Wäsche unter dem Pullover versteckte und der dann mitleidige Mitfahrer ihren Sitzplatz in der Straßenbahn freimachten, bescheidene Erlebnisse und Erfahrungen, die in ihrer Kürze Fragen aufwerfen. Wie ist es dazu gekommen? Was ist danach passiert? Und vor allem: Wie geht das am Ende aus?Fragen, die weiterführende, gehörte oder imaginierte Ereignisse, Handlungen und Verhaltensweisen anlockten und sich zu einer Kette von Episoden zusammenfügten, die aber in Umfang und Komplexität das Maß des alltäglich Erzählbaren sprengten.

Schreiben erlaubt, sie in einer Länge und Genauigkeit auszuformulieren, mit denen Erzählende ihre Zuhörerschaft zu langweilen riskieren, die aber selbst das Publikum öffentlicher Erzählauftritte zu langweilen drohen. Jedoch blieben auch in der schriftlichen Fassung manche Eigenschaften persönlichen Erzählens erhalten: unwahrscheinliche, von der Erwartung abweichende Ereignisse, Ausrichtung auf die Handlungen der Figuren, knappe, andeutende Schilderungen von Menschen und Umwelt, Vorrang wörtlicher Rede oder auch an aufregenden Stellen ins erzählende Präsens zu wechseln, kurz, ein Stil, der sich am alltäglichen Berichten überraschender Ereignisse orientiert, aber literaturbeflissenen Lesern als altertümlich und überholt erscheinen mag.
Tatsächlich suchen sich Schriftsteller längst von den überkommenen mündlichen Traditionen abzusetzen, seit ihnen Medien, insbesondere der Film, die öffentliche Gestaltung zwischenmenschlicher Kommunikation streitig machen. Ob es sich lohnt, diesen ausgetretenen Pfaden zu folgen, mögen die Lesenden selbst entscheiden.

Kurz: Der 'Erzählprofessor' Johannes Merkel sprengt in sieben Kurzgeschichten das Maß des alltäglich Erzählbaren. Sein untrügliches Gespür für die Absurditäten, die einem das Leben zumutet, verwischt hier auf unterhaltsame Weise die Grenzen zwischen mündlicher und literarischer Erzählkunst.
Diese sieben Geschichten haben ihre eigenen Geschichten: Ausgelöst durch die Hemmung, am Weihnachtsabend in einen leeren U-Bahn-Zug zu steigen, durch den Bericht einer Bekannten, die im Flugzeug einen älteren Herrn beim Zerreißen eines Pornobildes beobachtete, oder die Erzählung einer Studentin, die im Kaufhaus gestohlene Wäsche unter dem Pullover versteckte und der dann mitleidige Mitfahrer ihren Sitzplatz in der Straßenbahn freimachten, bescheidene Erlebnisse und Erfahrungen, die in ihrer Kürze Fragen aufwerfen. Wie ist es dazu gekommen? Was ist danach passiert? Und vor allem: Wie geht das am Ende aus?Fragen, die weiterführende, gehörte oder imaginierte Ereignisse, Handlungen und Verhaltensweisen anlockten und sich zu einer Kette von Episoden zusammenfügten, die aber in Umfang und Komplexität das Maß des alltäglich Erzählbaren sprengten.

Schreiben erlaubt, sie in einer Länge und Genauigkeit auszuformulieren, mit denen Erzählende ihre Zuhörerschaft zu langweilen riskieren, die aber selbst das Publikum öffentlicher Erzählauftritte zu langweilen drohen. Jedoch blieben auch in der schriftlichen Fassung manche Eigenschaften persönlichen Erzählens erhalten: unwahrscheinliche, von der Erwartung abweichende Ereignisse, Ausrichtung auf die Handlungen der Figuren, knappe, andeutende Schilderungen von Menschen und Umwelt, Vorrang wörtlicher Rede oder auch an aufregenden Stellen ins erzählende Präsens zu wechseln, kurz, ein Stil, der sich am alltäglichen Berichten überraschender Ereignisse orientiert, aber literaturbeflissenen Lesern als altertümlich und überholt erscheinen mag.
Tatsächlich suchen sich Schriftsteller längst von den überkommenen mündlichen Traditionen abzusetzen, seit ihnen Medien, insbesondere der Film, die öffentliche Gestaltung zwischenmenschlicher Kommunikation streitig machen. Ob es sich lohnt, diesen ausgetretenen Pfaden zu folgen, mögen die Lesenden selbst entscheiden.

Kurz: Der 'Erzählprofessor' Johannes Merkel sprengt in sieben Kurzgeschichten das Maß des alltäglich Erzählbaren. Sein untrügliches Gespür für die Absurditäten, die einem das Leben zumutet, verwischt hier auf unterhaltsame Weise die Grenzen zwischen mündlicher und literarischer Erzählkunst.
Über den Autor
Prof. Dr. Johannes Merkel, geboren 1942, studierte Germanistik und ist Spezialist für mündlich überlieferte Literatur, ein Sammler und Kenner besonders von Märchen aus dem Orient. Johannes Merkel promovierte 1971 an der Universität Freiburg und war bis 1976 freiberuflich als Autor von Kinderbüchern, Kindertheater und Kinderfernsehen tätig. Von 1977 bis 2007 war er Professor für Vorschulpädagogik mit dem Schwerpunkt Kindermedien im Studiengang Sozialarbeitswissenschaft der Universität Bremen.
Sicherheitshinweis
Lesen kann Leben verändern!
Details
Empfohlen (bis): 99
Empfohlen (von): 14
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Belletristik, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 276 S.
ISBN-13: 9783947831722
ISBN-10: 3947831722
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 79-3172
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Merkel, Johannes
Hersteller: Der Erzählverlag
Der Erzählverlag UG
Verantwortliche Person für die EU: Der Erzählverlag UG (haftungsbeschränkt), Peter Amsler, Reiherbeize 26, D-14169 Berlin, kontakt@erzaehlverlag.de
Maße: 190 x 118 x 18 mm
Von/Mit: Johannes Merkel
Erscheinungsdatum: 21.11.2025
Gewicht: 0,258 kg
Artikel-ID: 134291231

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