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Beschreibung
Der Dorfpfarrer gehört zu den Scènes de la vie de campagne der Menschlichen Komödie und verbindet Kriminalgeschichte, religiösen Roman und sozialpolitische Utopie. Im Mittelpunkt steht Véronique Graslin, deren verborgenes Schuldgeheimnis mit dem Schicksal des Hingerichteten Tascheron und der verarmten Gemeinde Montégnac verknüpft ist. Balzacs Stil vereint minutiöse Milieubeobachtung, dramatische Enthüllung und theologische Reflexion; der Text fragt, wie Sünde, Buße und tätige Wohltätigkeit eine zerstörte Landschaft wie eine beschädigte Seele erneuern können. Honoré de Balzac (1799-1850) schrieb aus der Erfahrung eines rastlosen Beobachters der französischen Gesellschaft nach Revolution, Restauration und Julimonarchie. Seine juristische Ausbildung, journalistische Praxis, geschäftlichen Fehlschläge und dauernden Schulden schärften den Blick für Eigentum, Kredit, Ehrgeiz und soziale Abhängigkeit. Zugleich prägten katholisch-monarchische Ordnungsvorstellungen seine Überzeugung, dass moralische Reform nur in Institutionen, Arbeit und gemeinschaftlicher Verantwortung Gestalt gewinnt. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Balzac nicht nur als Chronisten der Pariser Salons, sondern als Analytiker der Provinz entdecken möchten. Der Roman belohnt geduldige Lektüre mit psychologischer Tiefe, präziser Topographie und einer ungewöhnlichen Verbindung von Beichte, Ökonomie und Landschaftsplanung. Wer verstehen will, wie der Realismus metaphysische Fragen in gesellschaftliche Formen übersetzt, findet hier ein eindrucksvolles, ernstes und bewegendes Werk.
Der Dorfpfarrer gehört zu den Scènes de la vie de campagne der Menschlichen Komödie und verbindet Kriminalgeschichte, religiösen Roman und sozialpolitische Utopie. Im Mittelpunkt steht Véronique Graslin, deren verborgenes Schuldgeheimnis mit dem Schicksal des Hingerichteten Tascheron und der verarmten Gemeinde Montégnac verknüpft ist. Balzacs Stil vereint minutiöse Milieubeobachtung, dramatische Enthüllung und theologische Reflexion; der Text fragt, wie Sünde, Buße und tätige Wohltätigkeit eine zerstörte Landschaft wie eine beschädigte Seele erneuern können. Honoré de Balzac (1799-1850) schrieb aus der Erfahrung eines rastlosen Beobachters der französischen Gesellschaft nach Revolution, Restauration und Julimonarchie. Seine juristische Ausbildung, journalistische Praxis, geschäftlichen Fehlschläge und dauernden Schulden schärften den Blick für Eigentum, Kredit, Ehrgeiz und soziale Abhängigkeit. Zugleich prägten katholisch-monarchische Ordnungsvorstellungen seine Überzeugung, dass moralische Reform nur in Institutionen, Arbeit und gemeinschaftlicher Verantwortung Gestalt gewinnt. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Balzac nicht nur als Chronisten der Pariser Salons, sondern als Analytiker der Provinz entdecken möchten. Der Roman belohnt geduldige Lektüre mit psychologischer Tiefe, präziser Topographie und einer ungewöhnlichen Verbindung von Beichte, Ökonomie und Landschaftsplanung. Wer verstehen will, wie der Realismus metaphysische Fragen in gesellschaftliche Formen übersetzt, findet hier ein eindrucksvolles, ernstes und bewegendes Werk.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 156 S.
ISBN-13: 9788028344511
ISBN-10: 8028344518
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Balzac, Honoré de
Übersetzung: Hansmann, Paul
Hersteller: Sharp Ink
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 11 mm
Von/Mit: Honoré de Balzac
Erscheinungsdatum: 01.12.2023
Gewicht: 0,346 kg
Artikel-ID: 128379876