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Beschreibung
In Das Tabu und die Ambivalenz der Gefühlsregungen untersucht Sigmund Freud das Tabu als psychische und kulturelle Grenzform zwischen Verbot, Begehren und Schuld. Ausgehend von ethnologischen Berichten über sogenannte primitive Gesellschaften verbindet der Text anthropologische Spekulation mit klinischer Beobachtung, insbesondere mit der Zwangsneurose. Freuds Stil ist argumentativ dicht, vergleichend und provokativ: Er liest religiöse und soziale Verbote als Ausdruck unbewusster Konflikte und stellt sie in den größeren Kontext seiner kulturtheoretischen Arbeiten. Freud, Begründer der Psychoanalyse, schrieb diesen Text vor dem Hintergrund seiner Beschäftigung mit Traumdeutung, Sexualtheorie und Neurosenlehre. Sein Interesse galt nicht allein dem individuellen Seelenleben, sondern auch den Ursprüngen von Moral, Religion und Gemeinschaft. Die Ambivalenz von Liebe und Hass, Verehrung und Feindseligkeit, die er in der klinischen Praxis beobachtete, wird hier auf kollektive Ordnungen übertragen und als Motor kultureller Institutionen verstanden. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Freuds Übergang von der Therapie zur Kulturdiagnose nachvollziehen möchten. Trotz zeitgebundener ethnologischer Voraussetzungen bleibt der Text intellektuell anregend, weil er zeigt, wie Verbote psychische Energie binden und gesellschaftliche Wirklichkeit formen.
In Das Tabu und die Ambivalenz der Gefühlsregungen untersucht Sigmund Freud das Tabu als psychische und kulturelle Grenzform zwischen Verbot, Begehren und Schuld. Ausgehend von ethnologischen Berichten über sogenannte primitive Gesellschaften verbindet der Text anthropologische Spekulation mit klinischer Beobachtung, insbesondere mit der Zwangsneurose. Freuds Stil ist argumentativ dicht, vergleichend und provokativ: Er liest religiöse und soziale Verbote als Ausdruck unbewusster Konflikte und stellt sie in den größeren Kontext seiner kulturtheoretischen Arbeiten. Freud, Begründer der Psychoanalyse, schrieb diesen Text vor dem Hintergrund seiner Beschäftigung mit Traumdeutung, Sexualtheorie und Neurosenlehre. Sein Interesse galt nicht allein dem individuellen Seelenleben, sondern auch den Ursprüngen von Moral, Religion und Gemeinschaft. Die Ambivalenz von Liebe und Hass, Verehrung und Feindseligkeit, die er in der klinischen Praxis beobachtete, wird hier auf kollektive Ordnungen übertragen und als Motor kultureller Institutionen verstanden. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Freuds Übergang von der Therapie zur Kulturdiagnose nachvollziehen möchten. Trotz zeitgebundener ethnologischer Voraussetzungen bleibt der Text intellektuell anregend, weil er zeigt, wie Verbote psychische Energie binden und gesellschaftliche Wirklichkeit formen.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 48 S.
ISBN-13: 9788027371631
ISBN-10: 8027371635
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Freud, Sigmund
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 3 mm
Von/Mit: Sigmund Freud
Erscheinungsdatum: 19.02.2023
Gewicht: 0,086 kg
Artikel-ID: 126684205