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Beschreibung
'So redete Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: 'Vater, die Stunde ist da: Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche, denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.'
Johannes 17: 1-3
Unter all den Ordensgeistlichen und den Spiritualisten, die über diese Verse des Johannes Evangeliums meditierten, und besonders über den letzten Vers, hat sich manch einer gefragt, was diese sonderbare Verbindung zwischen 'Gott erkennen' und 'das ewige Leben haben' bedeuten mag. Wie kann das Erkennen das ewige Leben geben? Welche Verbindung besteht zwischen dem, was wir im täglichen Leben lernen und dem Leben, das nie endet? Andere meinten, 'Gott erkennen' sei nur eine Redensart, hinter der sich nichts Schwieriges verbirgt, es genüge, um Gott zu erkennen, religiöse, philosophische, gnostische, kabbalistische oder alchimistische Werke zu lesen, in denen Seine Qualitäten, Seine Kräfte und wie Er die Welt erschaffen hat, erklärt werden; Gott sei Liebe, Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit und das genüge, um diesen Text zu verstehen. Doch erklärt dies keineswegs die bestehende Verbindung zwischen Gott erkennen und seinen Sohn erkennen und das ewige Leben haben. Übrigens ist auch das Thema Erkenntnis nicht sehr klar. Philosophie und Psychologie befassen sich damit; die Medizin erforscht die Struktur von Nervenzellen, ihre verschiedenen Funktionsweisen und die Verbindungen, die zwischen den verschiedenen Zentren existieren. Aber trotz ihrer Entdeckungen bleibt das Erkennen ein Mysterium.
Das ganze Leben ist nichts anderes als eine Folge von Erkenntnissen. Man strebt danach, mit reichen oder gelehrten Männern oder mit schönen Frauen in Beziehung zu treten, was aber in der Folge aufgrund dieser Bekanntschaften geschehen wird, das ist unbekannt. Man liest auch unzählige Bücher, um Kenntnisse zu erwerben und diese wirken manchmal als Gifte, die das Leben in eine Hölle verwandeln. Warum möchte man wissen und kennen lernen? Sehr oft liegt dem ein selbstsüchtiges Motiv zugrunde: Man meint etwas zu gewinnen und dann geschieht genau das Gegenteil. Die Fliege betrachtet neugierig ein Spinnennetz. Sie will wissen, was das ist und ahnt nicht, dass sich im Zentrum dieses Geflechts aus Fäden ein anderes Geschöpf aufhält, ein sehr intelligentes und kluges Geschöpf, das dieses Netz gesponnen hat. Wenn sie sich da hineinbegibt, wird die Fliege es wohl kennen lernen, aber sie wird dabei alles verlieren. Die Künstlerin, welche diese Falle gebaut hat, ist entzückt, aber mit der Fliege ist es vorbei! Das Leben ist voll solcher Spinnennetze und Fallen, die auf uns warten. Es ist nicht gut, alles Beliebige berühren, fühlen, kosten zu wollen, nur um angeblich neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Zweifellos denkt ihr, dass ihr nicht hierher gekommen seid, um etwas über Spinnen und Fliegen zu hören. Gut, aber ihr müsst verstehen, dass es gefährlich für euch ist, euch von dieser zeitgenössischen Philosophie beeinflussen zu lassen, die dazu rät, überallhin zu gehen und alles auszuprobieren. Das mag ja recht vergnüglich sein, aber danach ist man nicht mehr fähig, zu arbeiten und von den Segnungen des Lebens zu profitieren; man hat alles verloren. Viele Leute sind davon überzeugt, es sei ausreichend für sie, im Alter vernünftig zu werden. Sie meinen, sie könnten sich amüsieren, alle möglichen, abträglichen Experimente machen, zu denen ihre Neugier sie treibt und mit 75 Jahren dann endlich beginnen, an das Evangelium und an Christus zu denken. Sie gehen dann sogar in eine Kirche, zünden eine Kerze an und beten: 'Oh, Herr, vergib mir meine Sünden.' Nachdem sie den Herrn mit einer Kerze gekauft haben, sind sie sich sicher, in Ruhe sterben zu können. Aber wie oft werden diejenigen, die so handeln, wieder auf die Erde kommen und lernen müssen, dass man von Kindheit an all die Kräfte und Qualitäten, die man in sich trägt, bewahren muss, um sie im Laufe des Lebens in ihrer ganzen Fülle anzuwenden!1
Haben die Kenntnisse, die ihr bis zu diesem Tag angesammelt habt, euch die Wohltaten gebracht, die ihr erstrebtet? Die Menschen, denen ihr begegnet seid, haben sie euch glücklich gemacht? Ich glaube eher nicht. Um das wahre Glück zu kosten, das ewige Leben, braucht man andere Kenntnisse. 'Das ewige Leben', sagt Jesus, 'ist, dass sie dich erkennen, der du allein wahrer Gott bist und den du gesandt hast, Jesus Christus.'
Ich werde euch jetzt zum Thema Erkennen einige Erläuterungen geben. In der Genesis steht geschrieben, dass im Garten Eden zwei Bäume wachsen: 'Der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen.'2 An anderer Stelle liest man, dass Adam Eva erkannt hat und ihnen ein Sohn geboren wurde: Kain. Adam erkannte Eva noch einmal und es wurde ein zweiter Sohn geboren: Abel. Dieses Wort 'erkennen' birgt zahlreiche Bedeutungen in sich.
Wie erkennt man die Dinge? Schaut euch ein kleines Kind an: Es will die Welt erkennen, und dazu berührt und schmeckt es alles. Es nimmt alles in den Mund, was ihm in die Hände fällt. Auch mit den Ohren, der Nase, den Augen, usw. lernt man zu erkennen. Ich habe euch schon vom Corti-Organ erzählt, das aus schwingungsempfindlichen Flimmerhärchen unterschiedlicher Länge besteht. Jeder Ton, je nach Art und Höhe, bringt bestimmte Flimmerhärchen zum Schwingen und auf diese Weise hören wir. Um also die Dinge erkennen zu können, bedarf es daher einiger Elemente, die in uns in Einklang, in Harmonie mit dem schwingen, was wir erkennen wollen. Wenn wir nicht vollständig vorbereitet sind, das heißt, wenn unser Herz und unser Intellekt sich nicht in einem bestimmten Zustand befinden, tauglich dafür sind, auf innere oder äußere Schwingungen zu reagieren, gibt es keine Möglichkeit des Erkennens. Wir geben vor, die hoch entwickelten unsichtbaren Wesen kennen lernen zu wollen, aber das ist unmöglich, solange wir nicht wissen, wie wir auf die Schwingungen, die sie hervorbringen, antworten können. Wenn unser Denken hingegen in Harmonie mit ihnen schwingen kann, machen wir sofort Bekanntschaft mit ihnen. Sobald zwei Klaviere perfekt aufeinander abgestimmt sind, und man auf einem von ihnen einen Ton anschlägt, erklingt derselbe Ton auf dem anderen Klavier. Das, was auf den angeschlagenen Ton antwortet, das nennt man Erkennen. Wenn wir nicht im Einklang schwingen können, können wir nicht erkennen.
Damit Erkennen stattfindet, sind zwei Elemente notwendig: ein aktives, positives und ein passives, negatives. Das bedeutet ein männliches und ein weibliches; und diese beiden Elemente müssen sich vereinigen, um sich zu durchdringen. So hat es das Leben vorgesehen. Damit wir etwas erkennen, muss es daher in uns eindringen. Wenn wir etwas mit dem Geschmackssinn kennen lernen wollen, müssen wir es in den Mund stecken. Wenn wir es riechen wollen, atmen wir Teilchen, die es ausströmt, durch die Nase ein. Wenn wir etwas mit dem Gehör kennen lernen wollen, müssen Schallwellen in unseren Hörkanal eindringen, usw. Wenn wir den kosmischen Geist kennen lernen wollen, müssen wir ihn zunächst in uns eindringen lassen. Wenn wir ihm nicht ermöglichen, in uns einzudringen, verbieten wir uns, ihn kennen zu lernen.
'Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, erkennen, und den du gesandt hast, Jesus Christus.' Gemäß der Kabbala besteht der Name Gottes aus vier Buchstaben und schreibt sich hvhy, Jod, He, Vau, He. Die vier Buchstaben des Namens Gottes entsprechen den vier Prinzipien, die im Menschen wirken, dem Geist, der Seele, dem Intellekt und dem Herz. Jod y ist das schöpferische männliche Prinzip, die heilige Urkraft, die am Beginn jeglicher Bewegung steht, der Geist. Der zweite Buchstabe, das He h, repräsentiert das weibliche Prinzip, die Seele, die aufnimmt, bewahrt, schützt und dem schöpferischen Prinzip ermöglicht, in ihr zu wirken. Der dritte Buchstabe, Vau v, repräsentiert den Sohn, der aus der Vereinigung der ersten beiden Prinzipien Männlich und Weiblich, Vater und Mutter, geboren wird. Er ist das erste Kind aus dieser Vereinigung, und auch er manifestiert sich als aktives Prinzip, aber auf einer anderen Ebene. Der Sohn, das ist der Intellekt, welcher der Linie von Jod y, dem Vater, dem Geist folgt, und ihr könnt übrigens erkennen, dass der Buchstabe Vau v eine Verlängerung von Jod y darstellt. Der folgende Buchstabe, das He h, ist mit dem zweiten identisch, wie ich schon sagte, mit der Seele, der Mutter. Er repräsentiert das Herz, die Tochter, welche die Wiederholung der Mutter ist.*
Die vier Buchstaben des Namens Gottes repräsentieren also: den Geist (den Vater), die Seele (die Mutter), den Intellekt (den Sohn) und das Herz (die Tochter).
Wenn der Geist in euch dominiert, seid ihr wie der Vater. Wenn es aber die Seele ist, sind eure Qualitäten die der Mutter. Wenn der Intellekt überwiegt, seid ihr wie der Sohn, und wenn es euer Herz ist, gleicht ihr der Tochter. Man findet diese vier Prinzipien im Antlitz wieder, denn das Antlitz des Menschen ist nach dem Antlitz Gottes geschaffen, nach Seinem Bilde. Die Augen stehen für Jod, den Geist und die Ohren, das He, für die Seele. Die Nase steht für Vau, den Intellekt, und der Mund, das zweite He, für das Herz.3
Zusammengefasst gibt es daher vier Kräfte mit ihren Entsprechungen:
y Jod, der Geist, ist mit den Augen verbunden,
h He, die Seele, ist mit den Ohren verbunden,
v Vau, der Intellekt, ist mit der Nase verbunden,
h He, das Herz, ist mit dem Mund verbunden.
Diese vier Kräfte repräsentieren damit die vier Sinne: das Sehen, das Hören, das Riechen und das Schmecken. Der fünfte Sinn ist der Tastsinn, die Hände mit denen wir arbeiten. Den vier Buchstaben des Namens Gottes fügt sich damit ein fünfter hinzu, das Schin w. Man findet ihn in der Mitte des Namens Jesu wieder: Jeschua hvwhy.
Er ist ebenso das Symbol der Formbildung, der Inkarnation Gottes in der...
Johannes 17: 1-3
Unter all den Ordensgeistlichen und den Spiritualisten, die über diese Verse des Johannes Evangeliums meditierten, und besonders über den letzten Vers, hat sich manch einer gefragt, was diese sonderbare Verbindung zwischen 'Gott erkennen' und 'das ewige Leben haben' bedeuten mag. Wie kann das Erkennen das ewige Leben geben? Welche Verbindung besteht zwischen dem, was wir im täglichen Leben lernen und dem Leben, das nie endet? Andere meinten, 'Gott erkennen' sei nur eine Redensart, hinter der sich nichts Schwieriges verbirgt, es genüge, um Gott zu erkennen, religiöse, philosophische, gnostische, kabbalistische oder alchimistische Werke zu lesen, in denen Seine Qualitäten, Seine Kräfte und wie Er die Welt erschaffen hat, erklärt werden; Gott sei Liebe, Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit und das genüge, um diesen Text zu verstehen. Doch erklärt dies keineswegs die bestehende Verbindung zwischen Gott erkennen und seinen Sohn erkennen und das ewige Leben haben. Übrigens ist auch das Thema Erkenntnis nicht sehr klar. Philosophie und Psychologie befassen sich damit; die Medizin erforscht die Struktur von Nervenzellen, ihre verschiedenen Funktionsweisen und die Verbindungen, die zwischen den verschiedenen Zentren existieren. Aber trotz ihrer Entdeckungen bleibt das Erkennen ein Mysterium.
Das ganze Leben ist nichts anderes als eine Folge von Erkenntnissen. Man strebt danach, mit reichen oder gelehrten Männern oder mit schönen Frauen in Beziehung zu treten, was aber in der Folge aufgrund dieser Bekanntschaften geschehen wird, das ist unbekannt. Man liest auch unzählige Bücher, um Kenntnisse zu erwerben und diese wirken manchmal als Gifte, die das Leben in eine Hölle verwandeln. Warum möchte man wissen und kennen lernen? Sehr oft liegt dem ein selbstsüchtiges Motiv zugrunde: Man meint etwas zu gewinnen und dann geschieht genau das Gegenteil. Die Fliege betrachtet neugierig ein Spinnennetz. Sie will wissen, was das ist und ahnt nicht, dass sich im Zentrum dieses Geflechts aus Fäden ein anderes Geschöpf aufhält, ein sehr intelligentes und kluges Geschöpf, das dieses Netz gesponnen hat. Wenn sie sich da hineinbegibt, wird die Fliege es wohl kennen lernen, aber sie wird dabei alles verlieren. Die Künstlerin, welche diese Falle gebaut hat, ist entzückt, aber mit der Fliege ist es vorbei! Das Leben ist voll solcher Spinnennetze und Fallen, die auf uns warten. Es ist nicht gut, alles Beliebige berühren, fühlen, kosten zu wollen, nur um angeblich neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Zweifellos denkt ihr, dass ihr nicht hierher gekommen seid, um etwas über Spinnen und Fliegen zu hören. Gut, aber ihr müsst verstehen, dass es gefährlich für euch ist, euch von dieser zeitgenössischen Philosophie beeinflussen zu lassen, die dazu rät, überallhin zu gehen und alles auszuprobieren. Das mag ja recht vergnüglich sein, aber danach ist man nicht mehr fähig, zu arbeiten und von den Segnungen des Lebens zu profitieren; man hat alles verloren. Viele Leute sind davon überzeugt, es sei ausreichend für sie, im Alter vernünftig zu werden. Sie meinen, sie könnten sich amüsieren, alle möglichen, abträglichen Experimente machen, zu denen ihre Neugier sie treibt und mit 75 Jahren dann endlich beginnen, an das Evangelium und an Christus zu denken. Sie gehen dann sogar in eine Kirche, zünden eine Kerze an und beten: 'Oh, Herr, vergib mir meine Sünden.' Nachdem sie den Herrn mit einer Kerze gekauft haben, sind sie sich sicher, in Ruhe sterben zu können. Aber wie oft werden diejenigen, die so handeln, wieder auf die Erde kommen und lernen müssen, dass man von Kindheit an all die Kräfte und Qualitäten, die man in sich trägt, bewahren muss, um sie im Laufe des Lebens in ihrer ganzen Fülle anzuwenden!1
Haben die Kenntnisse, die ihr bis zu diesem Tag angesammelt habt, euch die Wohltaten gebracht, die ihr erstrebtet? Die Menschen, denen ihr begegnet seid, haben sie euch glücklich gemacht? Ich glaube eher nicht. Um das wahre Glück zu kosten, das ewige Leben, braucht man andere Kenntnisse. 'Das ewige Leben', sagt Jesus, 'ist, dass sie dich erkennen, der du allein wahrer Gott bist und den du gesandt hast, Jesus Christus.'
Ich werde euch jetzt zum Thema Erkennen einige Erläuterungen geben. In der Genesis steht geschrieben, dass im Garten Eden zwei Bäume wachsen: 'Der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen.'2 An anderer Stelle liest man, dass Adam Eva erkannt hat und ihnen ein Sohn geboren wurde: Kain. Adam erkannte Eva noch einmal und es wurde ein zweiter Sohn geboren: Abel. Dieses Wort 'erkennen' birgt zahlreiche Bedeutungen in sich.
Wie erkennt man die Dinge? Schaut euch ein kleines Kind an: Es will die Welt erkennen, und dazu berührt und schmeckt es alles. Es nimmt alles in den Mund, was ihm in die Hände fällt. Auch mit den Ohren, der Nase, den Augen, usw. lernt man zu erkennen. Ich habe euch schon vom Corti-Organ erzählt, das aus schwingungsempfindlichen Flimmerhärchen unterschiedlicher Länge besteht. Jeder Ton, je nach Art und Höhe, bringt bestimmte Flimmerhärchen zum Schwingen und auf diese Weise hören wir. Um also die Dinge erkennen zu können, bedarf es daher einiger Elemente, die in uns in Einklang, in Harmonie mit dem schwingen, was wir erkennen wollen. Wenn wir nicht vollständig vorbereitet sind, das heißt, wenn unser Herz und unser Intellekt sich nicht in einem bestimmten Zustand befinden, tauglich dafür sind, auf innere oder äußere Schwingungen zu reagieren, gibt es keine Möglichkeit des Erkennens. Wir geben vor, die hoch entwickelten unsichtbaren Wesen kennen lernen zu wollen, aber das ist unmöglich, solange wir nicht wissen, wie wir auf die Schwingungen, die sie hervorbringen, antworten können. Wenn unser Denken hingegen in Harmonie mit ihnen schwingen kann, machen wir sofort Bekanntschaft mit ihnen. Sobald zwei Klaviere perfekt aufeinander abgestimmt sind, und man auf einem von ihnen einen Ton anschlägt, erklingt derselbe Ton auf dem anderen Klavier. Das, was auf den angeschlagenen Ton antwortet, das nennt man Erkennen. Wenn wir nicht im Einklang schwingen können, können wir nicht erkennen.
Damit Erkennen stattfindet, sind zwei Elemente notwendig: ein aktives, positives und ein passives, negatives. Das bedeutet ein männliches und ein weibliches; und diese beiden Elemente müssen sich vereinigen, um sich zu durchdringen. So hat es das Leben vorgesehen. Damit wir etwas erkennen, muss es daher in uns eindringen. Wenn wir etwas mit dem Geschmackssinn kennen lernen wollen, müssen wir es in den Mund stecken. Wenn wir es riechen wollen, atmen wir Teilchen, die es ausströmt, durch die Nase ein. Wenn wir etwas mit dem Gehör kennen lernen wollen, müssen Schallwellen in unseren Hörkanal eindringen, usw. Wenn wir den kosmischen Geist kennen lernen wollen, müssen wir ihn zunächst in uns eindringen lassen. Wenn wir ihm nicht ermöglichen, in uns einzudringen, verbieten wir uns, ihn kennen zu lernen.
'Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, erkennen, und den du gesandt hast, Jesus Christus.' Gemäß der Kabbala besteht der Name Gottes aus vier Buchstaben und schreibt sich hvhy, Jod, He, Vau, He. Die vier Buchstaben des Namens Gottes entsprechen den vier Prinzipien, die im Menschen wirken, dem Geist, der Seele, dem Intellekt und dem Herz. Jod y ist das schöpferische männliche Prinzip, die heilige Urkraft, die am Beginn jeglicher Bewegung steht, der Geist. Der zweite Buchstabe, das He h, repräsentiert das weibliche Prinzip, die Seele, die aufnimmt, bewahrt, schützt und dem schöpferischen Prinzip ermöglicht, in ihr zu wirken. Der dritte Buchstabe, Vau v, repräsentiert den Sohn, der aus der Vereinigung der ersten beiden Prinzipien Männlich und Weiblich, Vater und Mutter, geboren wird. Er ist das erste Kind aus dieser Vereinigung, und auch er manifestiert sich als aktives Prinzip, aber auf einer anderen Ebene. Der Sohn, das ist der Intellekt, welcher der Linie von Jod y, dem Vater, dem Geist folgt, und ihr könnt übrigens erkennen, dass der Buchstabe Vau v eine Verlängerung von Jod y darstellt. Der folgende Buchstabe, das He h, ist mit dem zweiten identisch, wie ich schon sagte, mit der Seele, der Mutter. Er repräsentiert das Herz, die Tochter, welche die Wiederholung der Mutter ist.*
Die vier Buchstaben des Namens Gottes repräsentieren also: den Geist (den Vater), die Seele (die Mutter), den Intellekt (den Sohn) und das Herz (die Tochter).
Wenn der Geist in euch dominiert, seid ihr wie der Vater. Wenn es aber die Seele ist, sind eure Qualitäten die der Mutter. Wenn der Intellekt überwiegt, seid ihr wie der Sohn, und wenn es euer Herz ist, gleicht ihr der Tochter. Man findet diese vier Prinzipien im Antlitz wieder, denn das Antlitz des Menschen ist nach dem Antlitz Gottes geschaffen, nach Seinem Bilde. Die Augen stehen für Jod, den Geist und die Ohren, das He, für die Seele. Die Nase steht für Vau, den Intellekt, und der Mund, das zweite He, für das Herz.3
Zusammengefasst gibt es daher vier Kräfte mit ihren Entsprechungen:
y Jod, der Geist, ist mit den Augen verbunden,
h He, die Seele, ist mit den Ohren verbunden,
v Vau, der Intellekt, ist mit der Nase verbunden,
h He, das Herz, ist mit dem Mund verbunden.
Diese vier Kräfte repräsentieren damit die vier Sinne: das Sehen, das Hören, das Riechen und das Schmecken. Der fünfte Sinn ist der Tastsinn, die Hände mit denen wir arbeiten. Den vier Buchstaben des Namens Gottes fügt sich damit ein fünfter hinzu, das Schin w. Man findet ihn in der Mitte des Namens Jesu wieder: Jeschua hvwhy.
Er ist ebenso das Symbol der Formbildung, der Inkarnation Gottes in der...
'So redete Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: 'Vater, die Stunde ist da: Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrliche, denn du hast ihm Macht gegeben über alle Menschen, damit er das ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast. Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.'
Johannes 17: 1-3
Unter all den Ordensgeistlichen und den Spiritualisten, die über diese Verse des Johannes Evangeliums meditierten, und besonders über den letzten Vers, hat sich manch einer gefragt, was diese sonderbare Verbindung zwischen 'Gott erkennen' und 'das ewige Leben haben' bedeuten mag. Wie kann das Erkennen das ewige Leben geben? Welche Verbindung besteht zwischen dem, was wir im täglichen Leben lernen und dem Leben, das nie endet? Andere meinten, 'Gott erkennen' sei nur eine Redensart, hinter der sich nichts Schwieriges verbirgt, es genüge, um Gott zu erkennen, religiöse, philosophische, gnostische, kabbalistische oder alchimistische Werke zu lesen, in denen Seine Qualitäten, Seine Kräfte und wie Er die Welt erschaffen hat, erklärt werden; Gott sei Liebe, Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit und das genüge, um diesen Text zu verstehen. Doch erklärt dies keineswegs die bestehende Verbindung zwischen Gott erkennen und seinen Sohn erkennen und das ewige Leben haben. Übrigens ist auch das Thema Erkenntnis nicht sehr klar. Philosophie und Psychologie befassen sich damit; die Medizin erforscht die Struktur von Nervenzellen, ihre verschiedenen Funktionsweisen und die Verbindungen, die zwischen den verschiedenen Zentren existieren. Aber trotz ihrer Entdeckungen bleibt das Erkennen ein Mysterium.
Das ganze Leben ist nichts anderes als eine Folge von Erkenntnissen. Man strebt danach, mit reichen oder gelehrten Männern oder mit schönen Frauen in Beziehung zu treten, was aber in der Folge aufgrund dieser Bekanntschaften geschehen wird, das ist unbekannt. Man liest auch unzählige Bücher, um Kenntnisse zu erwerben und diese wirken manchmal als Gifte, die das Leben in eine Hölle verwandeln. Warum möchte man wissen und kennen lernen? Sehr oft liegt dem ein selbstsüchtiges Motiv zugrunde: Man meint etwas zu gewinnen und dann geschieht genau das Gegenteil. Die Fliege betrachtet neugierig ein Spinnennetz. Sie will wissen, was das ist und ahnt nicht, dass sich im Zentrum dieses Geflechts aus Fäden ein anderes Geschöpf aufhält, ein sehr intelligentes und kluges Geschöpf, das dieses Netz gesponnen hat. Wenn sie sich da hineinbegibt, wird die Fliege es wohl kennen lernen, aber sie wird dabei alles verlieren. Die Künstlerin, welche diese Falle gebaut hat, ist entzückt, aber mit der Fliege ist es vorbei! Das Leben ist voll solcher Spinnennetze und Fallen, die auf uns warten. Es ist nicht gut, alles Beliebige berühren, fühlen, kosten zu wollen, nur um angeblich neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Zweifellos denkt ihr, dass ihr nicht hierher gekommen seid, um etwas über Spinnen und Fliegen zu hören. Gut, aber ihr müsst verstehen, dass es gefährlich für euch ist, euch von dieser zeitgenössischen Philosophie beeinflussen zu lassen, die dazu rät, überallhin zu gehen und alles auszuprobieren. Das mag ja recht vergnüglich sein, aber danach ist man nicht mehr fähig, zu arbeiten und von den Segnungen des Lebens zu profitieren; man hat alles verloren. Viele Leute sind davon überzeugt, es sei ausreichend für sie, im Alter vernünftig zu werden. Sie meinen, sie könnten sich amüsieren, alle möglichen, abträglichen Experimente machen, zu denen ihre Neugier sie treibt und mit 75 Jahren dann endlich beginnen, an das Evangelium und an Christus zu denken. Sie gehen dann sogar in eine Kirche, zünden eine Kerze an und beten: 'Oh, Herr, vergib mir meine Sünden.' Nachdem sie den Herrn mit einer Kerze gekauft haben, sind sie sich sicher, in Ruhe sterben zu können. Aber wie oft werden diejenigen, die so handeln, wieder auf die Erde kommen und lernen müssen, dass man von Kindheit an all die Kräfte und Qualitäten, die man in sich trägt, bewahren muss, um sie im Laufe des Lebens in ihrer ganzen Fülle anzuwenden!1
Haben die Kenntnisse, die ihr bis zu diesem Tag angesammelt habt, euch die Wohltaten gebracht, die ihr erstrebtet? Die Menschen, denen ihr begegnet seid, haben sie euch glücklich gemacht? Ich glaube eher nicht. Um das wahre Glück zu kosten, das ewige Leben, braucht man andere Kenntnisse. 'Das ewige Leben', sagt Jesus, 'ist, dass sie dich erkennen, der du allein wahrer Gott bist und den du gesandt hast, Jesus Christus.'
Ich werde euch jetzt zum Thema Erkennen einige Erläuterungen geben. In der Genesis steht geschrieben, dass im Garten Eden zwei Bäume wachsen: 'Der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen.'2 An anderer Stelle liest man, dass Adam Eva erkannt hat und ihnen ein Sohn geboren wurde: Kain. Adam erkannte Eva noch einmal und es wurde ein zweiter Sohn geboren: Abel. Dieses Wort 'erkennen' birgt zahlreiche Bedeutungen in sich.
Wie erkennt man die Dinge? Schaut euch ein kleines Kind an: Es will die Welt erkennen, und dazu berührt und schmeckt es alles. Es nimmt alles in den Mund, was ihm in die Hände fällt. Auch mit den Ohren, der Nase, den Augen, usw. lernt man zu erkennen. Ich habe euch schon vom Corti-Organ erzählt, das aus schwingungsempfindlichen Flimmerhärchen unterschiedlicher Länge besteht. Jeder Ton, je nach Art und Höhe, bringt bestimmte Flimmerhärchen zum Schwingen und auf diese Weise hören wir. Um also die Dinge erkennen zu können, bedarf es daher einiger Elemente, die in uns in Einklang, in Harmonie mit dem schwingen, was wir erkennen wollen. Wenn wir nicht vollständig vorbereitet sind, das heißt, wenn unser Herz und unser Intellekt sich nicht in einem bestimmten Zustand befinden, tauglich dafür sind, auf innere oder äußere Schwingungen zu reagieren, gibt es keine Möglichkeit des Erkennens. Wir geben vor, die hoch entwickelten unsichtbaren Wesen kennen lernen zu wollen, aber das ist unmöglich, solange wir nicht wissen, wie wir auf die Schwingungen, die sie hervorbringen, antworten können. Wenn unser Denken hingegen in Harmonie mit ihnen schwingen kann, machen wir sofort Bekanntschaft mit ihnen. Sobald zwei Klaviere perfekt aufeinander abgestimmt sind, und man auf einem von ihnen einen Ton anschlägt, erklingt derselbe Ton auf dem anderen Klavier. Das, was auf den angeschlagenen Ton antwortet, das nennt man Erkennen. Wenn wir nicht im Einklang schwingen können, können wir nicht erkennen.
Damit Erkennen stattfindet, sind zwei Elemente notwendig: ein aktives, positives und ein passives, negatives. Das bedeutet ein männliches und ein weibliches; und diese beiden Elemente müssen sich vereinigen, um sich zu durchdringen. So hat es das Leben vorgesehen. Damit wir etwas erkennen, muss es daher in uns eindringen. Wenn wir etwas mit dem Geschmackssinn kennen lernen wollen, müssen wir es in den Mund stecken. Wenn wir es riechen wollen, atmen wir Teilchen, die es ausströmt, durch die Nase ein. Wenn wir etwas mit dem Gehör kennen lernen wollen, müssen Schallwellen in unseren Hörkanal eindringen, usw. Wenn wir den kosmischen Geist kennen lernen wollen, müssen wir ihn zunächst in uns eindringen lassen. Wenn wir ihm nicht ermöglichen, in uns einzudringen, verbieten wir uns, ihn kennen zu lernen.
'Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, erkennen, und den du gesandt hast, Jesus Christus.' Gemäß der Kabbala besteht der Name Gottes aus vier Buchstaben und schreibt sich hvhy, Jod, He, Vau, He. Die vier Buchstaben des Namens Gottes entsprechen den vier Prinzipien, die im Menschen wirken, dem Geist, der Seele, dem Intellekt und dem Herz. Jod y ist das schöpferische männliche Prinzip, die heilige Urkraft, die am Beginn jeglicher Bewegung steht, der Geist. Der zweite Buchstabe, das He h, repräsentiert das weibliche Prinzip, die Seele, die aufnimmt, bewahrt, schützt und dem schöpferischen Prinzip ermöglicht, in ihr zu wirken. Der dritte Buchstabe, Vau v, repräsentiert den Sohn, der aus der Vereinigung der ersten beiden Prinzipien Männlich und Weiblich, Vater und Mutter, geboren wird. Er ist das erste Kind aus dieser Vereinigung, und auch er manifestiert sich als aktives Prinzip, aber auf einer anderen Ebene. Der Sohn, das ist der Intellekt, welcher der Linie von Jod y, dem Vater, dem Geist folgt, und ihr könnt übrigens erkennen, dass der Buchstabe Vau v eine Verlängerung von Jod y darstellt. Der folgende Buchstabe, das He h, ist mit dem zweiten identisch, wie ich schon sagte, mit der Seele, der Mutter. Er repräsentiert das Herz, die Tochter, welche die Wiederholung der Mutter ist.*
Die vier Buchstaben des Namens Gottes repräsentieren also: den Geist (den Vater), die Seele (die Mutter), den Intellekt (den Sohn) und das Herz (die Tochter).
Wenn der Geist in euch dominiert, seid ihr wie der Vater. Wenn es aber die Seele ist, sind eure Qualitäten die der Mutter. Wenn der Intellekt überwiegt, seid ihr wie der Sohn, und wenn es euer Herz ist, gleicht ihr der Tochter. Man findet diese vier Prinzipien im Antlitz wieder, denn das Antlitz des Menschen ist nach dem Antlitz Gottes geschaffen, nach Seinem Bilde. Die Augen stehen für Jod, den Geist und die Ohren, das He, für die Seele. Die Nase steht für Vau, den Intellekt, und der Mund, das zweite He, für das Herz.3
Zusammengefasst gibt es daher vier Kräfte mit ihren Entsprechungen:
y Jod, der Geist, ist mit den Augen verbunden,
h He, die Seele, ist mit den Ohren verbunden,
v Vau, der Intellekt, ist mit der Nase verbunden,
h He, das Herz, ist mit dem Mund verbunden.
Diese vier Kräfte repräsentieren damit die vier Sinne: das Sehen, das Hören, das Riechen und das Schmecken. Der fünfte Sinn ist der Tastsinn, die Hände mit denen wir arbeiten. Den vier Buchstaben des Namens Gottes fügt sich damit ein fünfter hinzu, das Schin w. Man findet ihn in der Mitte des Namens Jesu wieder: Jeschua hvwhy.
Er ist ebenso das Symbol der Formbildung, der Inkarnation Gottes in der...
Johannes 17: 1-3
Unter all den Ordensgeistlichen und den Spiritualisten, die über diese Verse des Johannes Evangeliums meditierten, und besonders über den letzten Vers, hat sich manch einer gefragt, was diese sonderbare Verbindung zwischen 'Gott erkennen' und 'das ewige Leben haben' bedeuten mag. Wie kann das Erkennen das ewige Leben geben? Welche Verbindung besteht zwischen dem, was wir im täglichen Leben lernen und dem Leben, das nie endet? Andere meinten, 'Gott erkennen' sei nur eine Redensart, hinter der sich nichts Schwieriges verbirgt, es genüge, um Gott zu erkennen, religiöse, philosophische, gnostische, kabbalistische oder alchimistische Werke zu lesen, in denen Seine Qualitäten, Seine Kräfte und wie Er die Welt erschaffen hat, erklärt werden; Gott sei Liebe, Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit und das genüge, um diesen Text zu verstehen. Doch erklärt dies keineswegs die bestehende Verbindung zwischen Gott erkennen und seinen Sohn erkennen und das ewige Leben haben. Übrigens ist auch das Thema Erkenntnis nicht sehr klar. Philosophie und Psychologie befassen sich damit; die Medizin erforscht die Struktur von Nervenzellen, ihre verschiedenen Funktionsweisen und die Verbindungen, die zwischen den verschiedenen Zentren existieren. Aber trotz ihrer Entdeckungen bleibt das Erkennen ein Mysterium.
Das ganze Leben ist nichts anderes als eine Folge von Erkenntnissen. Man strebt danach, mit reichen oder gelehrten Männern oder mit schönen Frauen in Beziehung zu treten, was aber in der Folge aufgrund dieser Bekanntschaften geschehen wird, das ist unbekannt. Man liest auch unzählige Bücher, um Kenntnisse zu erwerben und diese wirken manchmal als Gifte, die das Leben in eine Hölle verwandeln. Warum möchte man wissen und kennen lernen? Sehr oft liegt dem ein selbstsüchtiges Motiv zugrunde: Man meint etwas zu gewinnen und dann geschieht genau das Gegenteil. Die Fliege betrachtet neugierig ein Spinnennetz. Sie will wissen, was das ist und ahnt nicht, dass sich im Zentrum dieses Geflechts aus Fäden ein anderes Geschöpf aufhält, ein sehr intelligentes und kluges Geschöpf, das dieses Netz gesponnen hat. Wenn sie sich da hineinbegibt, wird die Fliege es wohl kennen lernen, aber sie wird dabei alles verlieren. Die Künstlerin, welche diese Falle gebaut hat, ist entzückt, aber mit der Fliege ist es vorbei! Das Leben ist voll solcher Spinnennetze und Fallen, die auf uns warten. Es ist nicht gut, alles Beliebige berühren, fühlen, kosten zu wollen, nur um angeblich neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Zweifellos denkt ihr, dass ihr nicht hierher gekommen seid, um etwas über Spinnen und Fliegen zu hören. Gut, aber ihr müsst verstehen, dass es gefährlich für euch ist, euch von dieser zeitgenössischen Philosophie beeinflussen zu lassen, die dazu rät, überallhin zu gehen und alles auszuprobieren. Das mag ja recht vergnüglich sein, aber danach ist man nicht mehr fähig, zu arbeiten und von den Segnungen des Lebens zu profitieren; man hat alles verloren. Viele Leute sind davon überzeugt, es sei ausreichend für sie, im Alter vernünftig zu werden. Sie meinen, sie könnten sich amüsieren, alle möglichen, abträglichen Experimente machen, zu denen ihre Neugier sie treibt und mit 75 Jahren dann endlich beginnen, an das Evangelium und an Christus zu denken. Sie gehen dann sogar in eine Kirche, zünden eine Kerze an und beten: 'Oh, Herr, vergib mir meine Sünden.' Nachdem sie den Herrn mit einer Kerze gekauft haben, sind sie sich sicher, in Ruhe sterben zu können. Aber wie oft werden diejenigen, die so handeln, wieder auf die Erde kommen und lernen müssen, dass man von Kindheit an all die Kräfte und Qualitäten, die man in sich trägt, bewahren muss, um sie im Laufe des Lebens in ihrer ganzen Fülle anzuwenden!1
Haben die Kenntnisse, die ihr bis zu diesem Tag angesammelt habt, euch die Wohltaten gebracht, die ihr erstrebtet? Die Menschen, denen ihr begegnet seid, haben sie euch glücklich gemacht? Ich glaube eher nicht. Um das wahre Glück zu kosten, das ewige Leben, braucht man andere Kenntnisse. 'Das ewige Leben', sagt Jesus, 'ist, dass sie dich erkennen, der du allein wahrer Gott bist und den du gesandt hast, Jesus Christus.'
Ich werde euch jetzt zum Thema Erkennen einige Erläuterungen geben. In der Genesis steht geschrieben, dass im Garten Eden zwei Bäume wachsen: 'Der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen.'2 An anderer Stelle liest man, dass Adam Eva erkannt hat und ihnen ein Sohn geboren wurde: Kain. Adam erkannte Eva noch einmal und es wurde ein zweiter Sohn geboren: Abel. Dieses Wort 'erkennen' birgt zahlreiche Bedeutungen in sich.
Wie erkennt man die Dinge? Schaut euch ein kleines Kind an: Es will die Welt erkennen, und dazu berührt und schmeckt es alles. Es nimmt alles in den Mund, was ihm in die Hände fällt. Auch mit den Ohren, der Nase, den Augen, usw. lernt man zu erkennen. Ich habe euch schon vom Corti-Organ erzählt, das aus schwingungsempfindlichen Flimmerhärchen unterschiedlicher Länge besteht. Jeder Ton, je nach Art und Höhe, bringt bestimmte Flimmerhärchen zum Schwingen und auf diese Weise hören wir. Um also die Dinge erkennen zu können, bedarf es daher einiger Elemente, die in uns in Einklang, in Harmonie mit dem schwingen, was wir erkennen wollen. Wenn wir nicht vollständig vorbereitet sind, das heißt, wenn unser Herz und unser Intellekt sich nicht in einem bestimmten Zustand befinden, tauglich dafür sind, auf innere oder äußere Schwingungen zu reagieren, gibt es keine Möglichkeit des Erkennens. Wir geben vor, die hoch entwickelten unsichtbaren Wesen kennen lernen zu wollen, aber das ist unmöglich, solange wir nicht wissen, wie wir auf die Schwingungen, die sie hervorbringen, antworten können. Wenn unser Denken hingegen in Harmonie mit ihnen schwingen kann, machen wir sofort Bekanntschaft mit ihnen. Sobald zwei Klaviere perfekt aufeinander abgestimmt sind, und man auf einem von ihnen einen Ton anschlägt, erklingt derselbe Ton auf dem anderen Klavier. Das, was auf den angeschlagenen Ton antwortet, das nennt man Erkennen. Wenn wir nicht im Einklang schwingen können, können wir nicht erkennen.
Damit Erkennen stattfindet, sind zwei Elemente notwendig: ein aktives, positives und ein passives, negatives. Das bedeutet ein männliches und ein weibliches; und diese beiden Elemente müssen sich vereinigen, um sich zu durchdringen. So hat es das Leben vorgesehen. Damit wir etwas erkennen, muss es daher in uns eindringen. Wenn wir etwas mit dem Geschmackssinn kennen lernen wollen, müssen wir es in den Mund stecken. Wenn wir es riechen wollen, atmen wir Teilchen, die es ausströmt, durch die Nase ein. Wenn wir etwas mit dem Gehör kennen lernen wollen, müssen Schallwellen in unseren Hörkanal eindringen, usw. Wenn wir den kosmischen Geist kennen lernen wollen, müssen wir ihn zunächst in uns eindringen lassen. Wenn wir ihm nicht ermöglichen, in uns einzudringen, verbieten wir uns, ihn kennen zu lernen.
'Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, erkennen, und den du gesandt hast, Jesus Christus.' Gemäß der Kabbala besteht der Name Gottes aus vier Buchstaben und schreibt sich hvhy, Jod, He, Vau, He. Die vier Buchstaben des Namens Gottes entsprechen den vier Prinzipien, die im Menschen wirken, dem Geist, der Seele, dem Intellekt und dem Herz. Jod y ist das schöpferische männliche Prinzip, die heilige Urkraft, die am Beginn jeglicher Bewegung steht, der Geist. Der zweite Buchstabe, das He h, repräsentiert das weibliche Prinzip, die Seele, die aufnimmt, bewahrt, schützt und dem schöpferischen Prinzip ermöglicht, in ihr zu wirken. Der dritte Buchstabe, Vau v, repräsentiert den Sohn, der aus der Vereinigung der ersten beiden Prinzipien Männlich und Weiblich, Vater und Mutter, geboren wird. Er ist das erste Kind aus dieser Vereinigung, und auch er manifestiert sich als aktives Prinzip, aber auf einer anderen Ebene. Der Sohn, das ist der Intellekt, welcher der Linie von Jod y, dem Vater, dem Geist folgt, und ihr könnt übrigens erkennen, dass der Buchstabe Vau v eine Verlängerung von Jod y darstellt. Der folgende Buchstabe, das He h, ist mit dem zweiten identisch, wie ich schon sagte, mit der Seele, der Mutter. Er repräsentiert das Herz, die Tochter, welche die Wiederholung der Mutter ist.*
Die vier Buchstaben des Namens Gottes repräsentieren also: den Geist (den Vater), die Seele (die Mutter), den Intellekt (den Sohn) und das Herz (die Tochter).
Wenn der Geist in euch dominiert, seid ihr wie der Vater. Wenn es aber die Seele ist, sind eure Qualitäten die der Mutter. Wenn der Intellekt überwiegt, seid ihr wie der Sohn, und wenn es euer Herz ist, gleicht ihr der Tochter. Man findet diese vier Prinzipien im Antlitz wieder, denn das Antlitz des Menschen ist nach dem Antlitz Gottes geschaffen, nach Seinem Bilde. Die Augen stehen für Jod, den Geist und die Ohren, das He, für die Seele. Die Nase steht für Vau, den Intellekt, und der Mund, das zweite He, für das Herz.3
Zusammengefasst gibt es daher vier Kräfte mit ihren Entsprechungen:
y Jod, der Geist, ist mit den Augen verbunden,
h He, die Seele, ist mit den Ohren verbunden,
v Vau, der Intellekt, ist mit der Nase verbunden,
h He, das Herz, ist mit dem Mund verbunden.
Diese vier Kräfte repräsentieren damit die vier Sinne: das Sehen, das Hören, das Riechen und das Schmecken. Der fünfte Sinn ist der Tastsinn, die Hände mit denen wir arbeiten. Den vier Buchstaben des Namens Gottes fügt sich damit ein fünfter hinzu, das Schin w. Man findet ihn in der Mitte des Namens Jesu wieder: Jeschua hvwhy.
Er ist ebenso das Symbol der Formbildung, der Inkarnation Gottes in der...
Über den Autor
Omraam Mikhaël Aïvanhov war ein großer Philosoph, geistiger Meister und Eingeweihter. Als warmherziger, einfühlsamer und humorvoller Lehrer war er ein lebendiges Vorbild, das durch sein selbstloses, zugängliches und brüderliches Verhalten überzeugte. Er strebte an, alle Menschen bei ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten - so wie ein Bergführer seine Kameraden sicher bis auf den höchsten Gipfel führt.
Das Gedankengut, das Omraam Mikhaël Aïvanhov verbreitet hat, bietet zahlreiche Methoden und einen klaren, begehbaren Weg zu größerer Vollkommenheit und mehr Lebensglück. In wohltuend einfacher Sprache erklärt er alle wichtigen Zusammenhänge des Lebens und ist gerade bei den Fragen unserer heutigen Zeit wegweisend. Ob es um die Bewältigung des Alltags geht, um die Gesundheit, die Ethik, die Liebe, die Sexualität oder um tiefgründige, philosophische Themen - stets sind seine Antworten überraschend klar und hilfreich.
Das Gedankengut, das Omraam Mikhaël Aïvanhov verbreitet hat, bietet zahlreiche Methoden und einen klaren, begehbaren Weg zu größerer Vollkommenheit und mehr Lebensglück. In wohltuend einfacher Sprache erklärt er alle wichtigen Zusammenhänge des Lebens und ist gerade bei den Fragen unserer heutigen Zeit wegweisend. Ob es um die Bewältigung des Alltags geht, um die Gesundheit, die Ethik, die Liebe, die Sexualität oder um tiefgründige, philosophische Themen - stets sind seine Antworten überraschend klar und hilfreich.
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1
'Das ist aber das ewige Leben, dass sie Dich, den einzig wahren Gott, erkennen...'
Kapitel 2
Der weiße Stein
Kapitel 3
'Und wer auf dem Dach ist...'
Kapitel 4
'Wer mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich'
Kapitel 5
Der Geist der Wahrheit
Kapitel 6
Die drei großen Versuchungen
Kapitel 7
Das Kind und der Greis
Kapitel 8
'Ach, dass du kalt oder warm wärest!'
Kapitel 9
'Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken...'
Kapitel 10
Das Senfkorn
Kapitel 11
Der Baum über dem Fluss
Kapitel 12
'Wachset und mehret euch...'
'Das ist aber das ewige Leben, dass sie Dich, den einzig wahren Gott, erkennen...'
Kapitel 2
Der weiße Stein
Kapitel 3
'Und wer auf dem Dach ist...'
Kapitel 4
'Wer mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich'
Kapitel 5
Der Geist der Wahrheit
Kapitel 6
Die drei großen Versuchungen
Kapitel 7
Das Kind und der Greis
Kapitel 8
'Ach, dass du kalt oder warm wärest!'
Kapitel 9
'Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken...'
Kapitel 10
Das Senfkorn
Kapitel 11
Der Baum über dem Fluss
Kapitel 12
'Wachset und mehret euch...'
Details
| Empfohlen (bis): | 99 |
|---|---|
| Empfohlen (von): | 14 |
| Erscheinungsjahr: | 2006 |
| Fachbereich: | Esoterik |
| Genre: | Ratgeber, Sachbuch |
| Produktart: | Nachschlagewerke |
| Rubrik: | Esoterik & Anthroposophie |
| Medium: | Buch |
| Originaltitel: | Le grain de sénevé |
| Inhalt: | 256 S. |
| ISBN-13: | 9783895150890 |
| ISBN-10: | 3895150894 |
| Sprache: | Deutsch |
| Originalsprache: | Französisch |
| Einband: | Gebunden |
| Autor: | Aivanhov, Omraam Mikhael |
| Hersteller: | Prosveta Verlag GmbH |
| Verantwortliche Person für die EU: | Prosveta Verlag GmbH, Oliver Fehrle, Grabenstr. 14, D-78661 Dietingen, kontakt@prosveta.de |
| Abbildungen: | Mit ca. 1 farb. Abb., 19 sw. Abb. |
| Maße: | 212 x 151 x 23 mm |
| Von/Mit: | Omraam Mikhael Aivanhov |
| Erscheinungsdatum: | 20.03.2006 |
| Gewicht: | 0,455 kg |