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Beschreibung
Das Gedicht von der Rose, der um 1230 entstandene erste Teil des altfranzösischen Roman de la Rose, entfaltet eine kunstvolle Traumvision, in der ein Liebender den ummauerten Garten der Minne betritt und die Rose als Sinnbild begehrter, höfisch codierter Liebe zu gewinnen sucht. Guillaume de Lorris verbindet allegorische Figuren wie Müßiggang, Freude, Gefahr und Scham mit der feinen Psychologie der amour courtois. Sein Stil ist elegant, lehrhaft und zugleich erzählerisch schwebend; im literarischen Kontext markiert das Werk einen Höhepunkt mittelalterlicher Allegorese vor der späteren, stärker satirisch-enzyklopädischen Fortsetzung durch Jean de Meun. Über Guillaume de Lorris ist nur wenig Sicheres bekannt; vermutlich stammte er aus Lorris im Loiregebiet und schrieb im Milieu nordfranzösischer Hofkultur. Gerade diese historische Unschärfe macht sein Werk bedeutsam: Es bündelt die ästhetischen und sozialen Codes einer aristokratischen Liebeskultur, deren Rituale, Selbstprüfung und Sprachkunst den Autor sichtbar geprägt haben. Diese Ausgabe empfiehlt sich allen, die mittelalterliche Literatur nicht als bloßes Dokument, sondern als raffinierte Analyse von Begehren, Zeichen und gesellschaftlicher Ordnung lesen möchten. Das Gedicht von der Rose ist ein Schlüsseltext europäischer Liebesallegorie.
Das Gedicht von der Rose, der um 1230 entstandene erste Teil des altfranzösischen Roman de la Rose, entfaltet eine kunstvolle Traumvision, in der ein Liebender den ummauerten Garten der Minne betritt und die Rose als Sinnbild begehrter, höfisch codierter Liebe zu gewinnen sucht. Guillaume de Lorris verbindet allegorische Figuren wie Müßiggang, Freude, Gefahr und Scham mit der feinen Psychologie der amour courtois. Sein Stil ist elegant, lehrhaft und zugleich erzählerisch schwebend; im literarischen Kontext markiert das Werk einen Höhepunkt mittelalterlicher Allegorese vor der späteren, stärker satirisch-enzyklopädischen Fortsetzung durch Jean de Meun. Über Guillaume de Lorris ist nur wenig Sicheres bekannt; vermutlich stammte er aus Lorris im Loiregebiet und schrieb im Milieu nordfranzösischer Hofkultur. Gerade diese historische Unschärfe macht sein Werk bedeutsam: Es bündelt die ästhetischen und sozialen Codes einer aristokratischen Liebeskultur, deren Rituale, Selbstprüfung und Sprachkunst den Autor sichtbar geprägt haben. Diese Ausgabe empfiehlt sich allen, die mittelalterliche Literatur nicht als bloßes Dokument, sondern als raffinierte Analyse von Begehren, Zeichen und gesellschaftlicher Ordnung lesen möchten. Das Gedicht von der Rose ist ein Schlüsseltext europäischer Liebesallegorie.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Lyrik & Dramatik
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 120 S.
ISBN-13: 9788027358090
ISBN-10: 8027358094
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: de Lorris, Guillaume
Übersetzung: Fährmann, Heinrich
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 6 mm
Von/Mit: Guillaume de Lorris
Erscheinungsdatum: 16.12.2022
Gewicht: 0,187 kg
Artikel-ID: 126416567