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Beschreibung
Das Daodejing ist ein Grundtext der chinesischen Geistesgeschichte und entfaltet in knapper, aphoristischer Sprache eine Lehre vom Dao, dem unsagbaren Ursprung und Ordnungsprinzip aller Dinge. In 81 kurzen Kapiteln verbindet es kosmologische Spekulation, politische Klugheit und existentielle Lebenskunst. Sein Stil ist paradox, rhythmisch und bildhaft; gerade die Spannung zwischen Einfachheit und Mehrdeutigkeit hat seine Wirkung in Philosophie, Religion, Literatur und Staatsdenken über Jahrtausende geprägt. Laotse, traditionell als älterer Zeitgenosse des Konfuzius verstanden, bleibt historisch schwer fassbar: eher Gestalt zwischen Biographie, Legende und Schultradition als eindeutig dokumentierter Autor. Die ihm zugeschriebene Perspektive dürfte aus einer Epoche politischer Zerrissenheit und moralischer Reformdebatten hervorgegangen sein. Das Werk antwortet darauf nicht mit normativer Strenge, sondern mit dem Ideal des wu wei, des nicht erzwingenden Handelns, und mit Misstrauen gegenüber Macht, Ruhm und künstlicher Ordnung. Empfohlen sei dieses Buch allen, die philosophische Dichte jenseits systematischer Abhandlung suchen. Es fordert langsame Lektüre, wiederholtes Nachdenken und die Bereitschaft, Widerspruch als Erkenntnisform anzunehmen. Wer sich auf seine stille Radikalität einlässt, entdeckt einen Text von erstaunlicher Aktualität: eine Schule der Maßhaltung, politischen Besonnenheit und inneren Freiheit.
Das Daodejing ist ein Grundtext der chinesischen Geistesgeschichte und entfaltet in knapper, aphoristischer Sprache eine Lehre vom Dao, dem unsagbaren Ursprung und Ordnungsprinzip aller Dinge. In 81 kurzen Kapiteln verbindet es kosmologische Spekulation, politische Klugheit und existentielle Lebenskunst. Sein Stil ist paradox, rhythmisch und bildhaft; gerade die Spannung zwischen Einfachheit und Mehrdeutigkeit hat seine Wirkung in Philosophie, Religion, Literatur und Staatsdenken über Jahrtausende geprägt. Laotse, traditionell als älterer Zeitgenosse des Konfuzius verstanden, bleibt historisch schwer fassbar: eher Gestalt zwischen Biographie, Legende und Schultradition als eindeutig dokumentierter Autor. Die ihm zugeschriebene Perspektive dürfte aus einer Epoche politischer Zerrissenheit und moralischer Reformdebatten hervorgegangen sein. Das Werk antwortet darauf nicht mit normativer Strenge, sondern mit dem Ideal des wu wei, des nicht erzwingenden Handelns, und mit Misstrauen gegenüber Macht, Ruhm und künstlicher Ordnung. Empfohlen sei dieses Buch allen, die philosophische Dichte jenseits systematischer Abhandlung suchen. Es fordert langsame Lektüre, wiederholtes Nachdenken und die Bereitschaft, Widerspruch als Erkenntnisform anzunehmen. Wer sich auf seine stille Radikalität einlässt, entdeckt einen Text von erstaunlicher Aktualität: eine Schule der Maßhaltung, politischen Besonnenheit und inneren Freiheit.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2019 |
|---|---|
| Fachbereich: | Östliche Philosophie |
| Genre: | Philosophie |
| Region: | Osten |
| Rubrik: | Geisteswissenschaften |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 48 S. |
| ISBN-13: | 9788027255092 |
| ISBN-10: | 8027255090 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Laotse |
| Übersetzung: | Wilhelm, Richard |
| Hersteller: | Musaicum Books |
| Verantwortliche Person für die EU: | OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com |
| Maße: | 220 x 160 x 3 mm |
| Von/Mit: | Laotse |
| Erscheinungsdatum: | 08.05.2019 |
| Gewicht: | 0,087 kg |