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Beschreibung
Martin Opitz' Buch von der Deutschen Poeterey (1624) ist die grundlegende Programmschrift der frühneuzeitlichen deutschen Dichtung. In knapper, normativer Prosa ordnet Opitz Gattungen, Versmaße und Stilfragen und fordert eine kunstgerechte, regelbewusste Poesie, die sich an antiken und romanischen Vorbildern schult, ohne die deutsche Sprache geringzuschätzen. Berühmt wurde seine Akzentlehre, insbesondere die Regulierung des Alexandriners, ebenso sein Plädoyer für Sprachreinheit, Würde und Angemessenheit. Das Werk steht im Kontext des Barock, der humanistischen Rhetorik und der europäischen Poetiktradition und begründet einen literarischen Anspruch, der das Deutsche als vollgültige Kultursprache etabliert. Martin Opitz (1597-1639), aus Bunzlau in Schlesien stammend, war durch humanistische Schulung, Universitätsstudien und seine Tätigkeit an Höfen und in diplomatischen Diensten geprägt. Seine Erfahrungen während der konfessionellen und politischen Erschütterungen des Dreißigjährigen Krieges schärften offenbar sein Bedürfnis nach Ordnung und kultureller Selbstbehauptung. Als Kenner lateinischer, französischer und niederländischer Literatur erkannte er, dass eine nationale Dichtung nicht aus bloßer Nachahmung, sondern aus disziplinierter Aneignung europäischer Formen entstehen müsse. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die die Entstehung deutscher Literaturstandards verstehen wollen. Es ist weniger ein modernes Lesebuch als ein Schlüsseltext: streng, programmatisch und folgenreich. Wer Lyrik des 17. Jahrhunderts liest, begegnet hier ihrem theoretischen Fundament.
Martin Opitz' Buch von der Deutschen Poeterey (1624) ist die grundlegende Programmschrift der frühneuzeitlichen deutschen Dichtung. In knapper, normativer Prosa ordnet Opitz Gattungen, Versmaße und Stilfragen und fordert eine kunstgerechte, regelbewusste Poesie, die sich an antiken und romanischen Vorbildern schult, ohne die deutsche Sprache geringzuschätzen. Berühmt wurde seine Akzentlehre, insbesondere die Regulierung des Alexandriners, ebenso sein Plädoyer für Sprachreinheit, Würde und Angemessenheit. Das Werk steht im Kontext des Barock, der humanistischen Rhetorik und der europäischen Poetiktradition und begründet einen literarischen Anspruch, der das Deutsche als vollgültige Kultursprache etabliert. Martin Opitz (1597-1639), aus Bunzlau in Schlesien stammend, war durch humanistische Schulung, Universitätsstudien und seine Tätigkeit an Höfen und in diplomatischen Diensten geprägt. Seine Erfahrungen während der konfessionellen und politischen Erschütterungen des Dreißigjährigen Krieges schärften offenbar sein Bedürfnis nach Ordnung und kultureller Selbstbehauptung. Als Kenner lateinischer, französischer und niederländischer Literatur erkannte er, dass eine nationale Dichtung nicht aus bloßer Nachahmung, sondern aus disziplinierter Aneignung europäischer Formen entstehen müsse. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die die Entstehung deutscher Literaturstandards verstehen wollen. Es ist weniger ein modernes Lesebuch als ein Schlüsseltext: streng, programmatisch und folgenreich. Wer Lyrik des 17. Jahrhunderts liest, begegnet hier ihrem theoretischen Fundament.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 68 S.
ISBN-13: 9788027371723
ISBN-10: 8027371724
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Opitz, Martin
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 4 mm
Von/Mit: Martin Opitz
Erscheinungsdatum: 19.02.2023
Gewicht: 0,114 kg
Artikel-ID: 126684200