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Beschreibung
Herman Melvilles Benito Cereno entfaltet, ausgehend von Amasa Delanos Bericht über die Meuterei auf der spanischen Tryal (1805), ein beklemmendes Seestück über Wahrnehmung, Macht und Gewalt. Die Begegnung des amerikanischen Kapitäns Delano mit dem rätselhaften Don Benito und den versklavten Afrikanern an Bord wird in einer kontrolliert ironischen, fast protokollarischen Prosa erzählt. Im Kontext der American Renaissance verbindet die Novelle Abenteuererzählung, gotische Spannung und politische Allegorie; ihre Kunst liegt darin, rassistische Vorannahmen des Beobachters als Erkenntnisfalle sichtbar zu machen. Melville, 1819 in New York geboren, kannte die maritime Welt aus eigener Erfahrung: Walfang, Handelsreisen und Aufenthalte im Pazifik prägten sein Werk ebenso wie die moralischen Konflikte der Vorkriegszeit. Nach Moby-Dick vertiefte er sein Interesse an Mehrdeutigkeit, Autorität und religiös-politischer Schuld. Benito Cereno erscheint daher als Frucht persönlicher Seemannserfahrung und historischer Sensibilität gegenüber Sklaverei, imperialem Handel und amerikanischer Selbsttäuschung. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die literarische Spannung mit intellektueller Herausforderung verbinden möchten. Es ist kurz, doch außerordentlich dicht: Jede Geste, jedes Schweigen, jede Fehlinterpretation verändert die moralische Perspektive. Wer Melville verstehen will, findet hier eine seiner schärfsten Analysen von Freiheit, Gewalt und blindem Humanitarismus.
Herman Melvilles Benito Cereno entfaltet, ausgehend von Amasa Delanos Bericht über die Meuterei auf der spanischen Tryal (1805), ein beklemmendes Seestück über Wahrnehmung, Macht und Gewalt. Die Begegnung des amerikanischen Kapitäns Delano mit dem rätselhaften Don Benito und den versklavten Afrikanern an Bord wird in einer kontrolliert ironischen, fast protokollarischen Prosa erzählt. Im Kontext der American Renaissance verbindet die Novelle Abenteuererzählung, gotische Spannung und politische Allegorie; ihre Kunst liegt darin, rassistische Vorannahmen des Beobachters als Erkenntnisfalle sichtbar zu machen. Melville, 1819 in New York geboren, kannte die maritime Welt aus eigener Erfahrung: Walfang, Handelsreisen und Aufenthalte im Pazifik prägten sein Werk ebenso wie die moralischen Konflikte der Vorkriegszeit. Nach Moby-Dick vertiefte er sein Interesse an Mehrdeutigkeit, Autorität und religiös-politischer Schuld. Benito Cereno erscheint daher als Frucht persönlicher Seemannserfahrung und historischer Sensibilität gegenüber Sklaverei, imperialem Handel und amerikanischer Selbsttäuschung. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die literarische Spannung mit intellektueller Herausforderung verbinden möchten. Es ist kurz, doch außerordentlich dicht: Jede Geste, jedes Schweigen, jede Fehlinterpretation verändert die moralische Perspektive. Wer Melville verstehen will, findet hier eine seiner schärfsten Analysen von Freiheit, Gewalt und blindem Humanitarismus.
Details
Erscheinungsjahr: 2019
Genre: Biographien
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 64 S.
ISBN-13: 9788027254385
ISBN-10: 8027254388
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Melville, Herman
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 220 x 160 x 3 mm
Von/Mit: Herman Melville
Erscheinungsdatum: 08.05.2019
Gewicht: 0,11 kg
Artikel-ID: 121348723

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