Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Stendhals Bekenntnisse eines Ichmenschen vereinen die fragmentarische Autobiografie Das Leben des Henri Brulard mit tagebuchartigen Selbstbeobachtungen und entwerfen weniger eine lineare Lebensgeschichte als eine Archäologie des Bewusstseins. Von der Kindheit in Grenoble über napoleonische Erfahrungsräume bis zur Entdeckung von Liebe, Ehrgeiz und Kunst seziert Stendhal Erinnerung als unsicheren, produktiven Stoff. Sein Stil ist schnell, ironisch, abschweifend und verblüffend modern; im Kontext der europäischen Romantik steht das Werk zugleich quer zu deren Pathos, weil es Gefühl mit analytischer Nüchternheit verbindet. Hinter Stendhal steht Henri Beyle, geboren 1783, Beamter, Reisender, Italienliebhaber und skeptischer Zeuge des nachrevolutionären Frankreich. Die Erfahrung politischer Umbrüche, militärischer Mobilität und gesellschaftlicher Maskenspiele nährte seine lebenslange Frage nach Authentizität. Dass er sich unter dem Namen Henri Brulard betrachtet, erlaubt Distanz zur eigenen Person: Der Autor verwandelt Biografie in Experiment und prüft, wie Wahrheit, Erinnerung und Selbstinszenierung ineinandergreifen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die in Autobiografie nicht bloß Bekenntnis, sondern Erkenntnismethode suchen. Es eröffnet einen privilegierten Zugang zu Stendhals Romanen, vor allem zu ihrer Psychologie des Begehrens und der gesellschaftlichen Rolle. Wer Montaigne, Rousseau oder moderne Selbstanalyse schätzt, findet hier ein funkelndes, unvollendetes Dokument intellektueller Redlichkeit.
Stendhals Bekenntnisse eines Ichmenschen vereinen die fragmentarische Autobiografie Das Leben des Henri Brulard mit tagebuchartigen Selbstbeobachtungen und entwerfen weniger eine lineare Lebensgeschichte als eine Archäologie des Bewusstseins. Von der Kindheit in Grenoble über napoleonische Erfahrungsräume bis zur Entdeckung von Liebe, Ehrgeiz und Kunst seziert Stendhal Erinnerung als unsicheren, produktiven Stoff. Sein Stil ist schnell, ironisch, abschweifend und verblüffend modern; im Kontext der europäischen Romantik steht das Werk zugleich quer zu deren Pathos, weil es Gefühl mit analytischer Nüchternheit verbindet. Hinter Stendhal steht Henri Beyle, geboren 1783, Beamter, Reisender, Italienliebhaber und skeptischer Zeuge des nachrevolutionären Frankreich. Die Erfahrung politischer Umbrüche, militärischer Mobilität und gesellschaftlicher Maskenspiele nährte seine lebenslange Frage nach Authentizität. Dass er sich unter dem Namen Henri Brulard betrachtet, erlaubt Distanz zur eigenen Person: Der Autor verwandelt Biografie in Experiment und prüft, wie Wahrheit, Erinnerung und Selbstinszenierung ineinandergreifen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die in Autobiografie nicht bloß Bekenntnis, sondern Erkenntnismethode suchen. Es eröffnet einen privilegierten Zugang zu Stendhals Romanen, vor allem zu ihrer Psychologie des Begehrens und der gesellschaftlichen Rolle. Wer Montaigne, Rousseau oder moderne Selbstanalyse schätzt, findet hier ein funkelndes, unvollendetes Dokument intellektueller Redlichkeit.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Produktart: Nachschlagewerke
Rubrik: Sachliteratur
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 320 S.
ISBN-13: 9788027386727
ISBN-10: 8027386721
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Stendhal
Übersetzung: Oppeln-Bronikowski, Friedrich von
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 17 mm
Von/Mit: Stendhal
Erscheinungsdatum: 23.05.2023
Gewicht: 0,446 kg
Artikel-ID: 126984577

Ähnliche Produkte