Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
"Auf der Flucht vor drohender Verhaftung und einem ihm zugedachten Tod im Konzentrationslager Dachau unternahm der sozialdemokratische Funktionär und Eisenbahnersohn Hoegner damals, im Juli 1933, eine sommerliche Bergfahrt der besonderen Art. Zuerst ging es mit dem Kraftfahrzeug über den Kesselberg zum sagenumwobenen Walchensee, der damals noch recht einsam und urweltlich anmuten mochte. Man fuhr 'am Ahorn vorbei, den Goethe in seiner Italienischen Reise erwähnt, und weiter durch die dunklen Fichtenwälder bei Krün bis in die Nähe von Mittenwald' (Hoegner). Auf Seitenpfaden betrat man ein Tal im Karwendelgebirge, stieg durch Bergwald und Kare empor und weiter, im Wettlauf mit einem sich abzeichnenden Gewitter, auf Gamspfaden über steile Grashalden, spitze Felsgrate und ein schwer zu begehendes Schneefeld zum Gipfel, der die Grenze nach Österreich markiert. Dort oben brach das Unwetter über den unfreiwilligen Hochtouristen Hoegner und seine Helfer und Führer herein.
'In einem fort zuckten die Blitze, rollten die Donner, und vom Sturm und Regen losgelöste Steine prasseln die Felsen herab.' Nachdem das Schlimmste überstanden war, ging man sogleich weiter, durchweicht und vor Kälte schlotternd. 'Mit Begeisterung überschritten wir die Grenze und sandten den Verderbern unseres Vaterlandes kräftige Flüche hinüber.' ..."
"Auf der Flucht vor drohender Verhaftung und einem ihm zugedachten Tod im Konzentrationslager Dachau unternahm der sozialdemokratische Funktionär und Eisenbahnersohn Hoegner damals, im Juli 1933, eine sommerliche Bergfahrt der besonderen Art. Zuerst ging es mit dem Kraftfahrzeug über den Kesselberg zum sagenumwobenen Walchensee, der damals noch recht einsam und urweltlich anmuten mochte. Man fuhr 'am Ahorn vorbei, den Goethe in seiner Italienischen Reise erwähnt, und weiter durch die dunklen Fichtenwälder bei Krün bis in die Nähe von Mittenwald' (Hoegner). Auf Seitenpfaden betrat man ein Tal im Karwendelgebirge, stieg durch Bergwald und Kare empor und weiter, im Wettlauf mit einem sich abzeichnenden Gewitter, auf Gamspfaden über steile Grashalden, spitze Felsgrate und ein schwer zu begehendes Schneefeld zum Gipfel, der die Grenze nach Österreich markiert. Dort oben brach das Unwetter über den unfreiwilligen Hochtouristen Hoegner und seine Helfer und Führer herein.
'In einem fort zuckten die Blitze, rollten die Donner, und vom Sturm und Regen losgelöste Steine prasseln die Felsen herab.' Nachdem das Schlimmste überstanden war, ging man sogleich weiter, durchweicht und vor Kälte schlotternd. 'Mit Begeisterung überschritten wir die Grenze und sandten den Verderbern unseres Vaterlandes kräftige Flüche hinüber.' ..."
Details
Erscheinungsjahr: 2005
Genre: Reise
Medium: Buch
Inhalt: 256 S.
40 s/w Illustr.
ISBN-13: 9783894014698
ISBN-10: 3894014695
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Autor: Günther, Egon
Hersteller: Edition Nautilus
Verantwortliche Person für die EU: Edition Nautilus GmbH, Schützenstr. 49a, D-22761 Hamburg, info@edition-nautilus.de
Maße: 213 x 132 x 24 mm
Von/Mit: Egon Günther
Erscheinungsdatum: 16.08.2005
Gewicht: 0,392 kg
Artikel-ID: 102311501

Ähnliche Produkte