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Beschreibung
In "Aus dem Tagebuch eines Hundes" und "Das Verbrechen in Tavistock-Square" bündelt Oskar Panizza zwei Prosastücke, in denen Beobachtungsschärfe, Groteske und psychologische Irritation einander durchdringen. Der vermeintlich marginale Blick des Tieres sowie die kriminalistische Versuchsanordnung des zweiten Textes öffnen Räume, in denen bürgerliche Gewissheiten, Moralbegriffe und Wahrnehmungsordnungen ins Wanken geraten. Panizzas Stil ist knapp, satirisch zugespitzt und zugleich von jener nervösen Modernität geprägt, die Naturalismus, Fin de Siècle und frühe expressionistische Verfahren berührt. Panizza, 1853 geboren, war Arzt, Psychiater, Publizist und einer der streitbarsten Außenseiter der deutschsprachigen Literatur. Seine Erfahrungen in der Medizin, seine Kenntnis seelischer Grenzzustände und seine radikale Kritik an Kirche, Staat und gesellschaftlicher Heuchelei prägten sein Schreiben nachhaltig. Verfolgung, Zensur und persönliche Vereinsamung schärften seinen Blick für institutionelle Gewalt und für die Abgründe hinter scheinbar geordneten Fassaden. Diese Ausgabe empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die literarische Satire nicht als bloße Unterhaltung, sondern als Erkenntnisinstrument verstehen. Die beiden Texte zeigen Panizza als unbequemen Diagnostiker seiner Zeit: komisch, verstörend, analytisch und überraschend aktuell. Wer sich für die dunklen Vorformen moderner Prosa interessiert, findet hier ein kleines, eindringliches Kabinettstück.
In "Aus dem Tagebuch eines Hundes" und "Das Verbrechen in Tavistock-Square" bündelt Oskar Panizza zwei Prosastücke, in denen Beobachtungsschärfe, Groteske und psychologische Irritation einander durchdringen. Der vermeintlich marginale Blick des Tieres sowie die kriminalistische Versuchsanordnung des zweiten Textes öffnen Räume, in denen bürgerliche Gewissheiten, Moralbegriffe und Wahrnehmungsordnungen ins Wanken geraten. Panizzas Stil ist knapp, satirisch zugespitzt und zugleich von jener nervösen Modernität geprägt, die Naturalismus, Fin de Siècle und frühe expressionistische Verfahren berührt. Panizza, 1853 geboren, war Arzt, Psychiater, Publizist und einer der streitbarsten Außenseiter der deutschsprachigen Literatur. Seine Erfahrungen in der Medizin, seine Kenntnis seelischer Grenzzustände und seine radikale Kritik an Kirche, Staat und gesellschaftlicher Heuchelei prägten sein Schreiben nachhaltig. Verfolgung, Zensur und persönliche Vereinsamung schärften seinen Blick für institutionelle Gewalt und für die Abgründe hinter scheinbar geordneten Fassaden. Diese Ausgabe empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die literarische Satire nicht als bloße Unterhaltung, sondern als Erkenntnisinstrument verstehen. Die beiden Texte zeigen Panizza als unbequemen Diagnostiker seiner Zeit: komisch, verstörend, analytisch und überraschend aktuell. Wer sich für die dunklen Vorformen moderner Prosa interessiert, findet hier ein kleines, eindringliches Kabinettstück.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Produktart: Humor, Comics & Cartoons
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 40 S.
ISBN-13: 9788027351251
ISBN-10: 8027351251
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Panizza, Oskar
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 3 x 152 x 229 mm
Von/Mit: Oskar Panizza
Erscheinungsdatum: 15.12.2022
Gewicht: 0,075 kg
Artikel-ID: 126417225