Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Friedrich Hölderlin war von Inseln fasziniert, vor allem von den griechischen Archipelen. Doch warum begeistert sich der Dichter so anhaltend für sie? Und warum weicht er so markant vom Inseldiskurs seiner Zeit ab? Die Hölderlin-Expertin Eva Kocziszky setzt in Ihrer Analyse seiner Geopoetik beim Frühwerk an. Sie fokussiert dabei auf die antike Gegenüberstellung von Festland und Inseln. Letztere sind in Hölderlins Anschauung mobil, sie "schwimmen". Er betrachtet sie als Initiatoren und Träger historischer Bewegungen. Dass darin zuweilen auch ihre Tragik liegt, belegen Analysen zu den Titanen mit den "schiffenden" Inseln, zur Insel der unendlichen Liebe in Thränen sowie zu den Südseeinseln in den Fragmenten Tinian und Kolomb. Inseln sind in ihrer Pluralität eigene orbes, die jeweils eine andere Sprache und andere poetologische Zugänge verlangen. Kocziszky belegt zudem, dass Hölderlins späte Dichtung und Poetologie den Diskurs mit der Antike nicht aufgibt, sondern diesen Diskurs auf eine radikale Weise erneuert und so "voll alten Geists" bleibt.
Friedrich Hölderlin war von Inseln fasziniert, vor allem von den griechischen Archipelen. Doch warum begeistert sich der Dichter so anhaltend für sie? Und warum weicht er so markant vom Inseldiskurs seiner Zeit ab? Die Hölderlin-Expertin Eva Kocziszky setzt in Ihrer Analyse seiner Geopoetik beim Frühwerk an. Sie fokussiert dabei auf die antike Gegenüberstellung von Festland und Inseln. Letztere sind in Hölderlins Anschauung mobil, sie "schwimmen". Er betrachtet sie als Initiatoren und Träger historischer Bewegungen. Dass darin zuweilen auch ihre Tragik liegt, belegen Analysen zu den Titanen mit den "schiffenden" Inseln, zur Insel der unendlichen Liebe in Thränen sowie zu den Südseeinseln in den Fragmenten Tinian und Kolomb. Inseln sind in ihrer Pluralität eigene orbes, die jeweils eine andere Sprache und andere poetologische Zugänge verlangen. Kocziszky belegt zudem, dass Hölderlins späte Dichtung und Poetologie den Diskurs mit der Antike nicht aufgibt, sondern diesen Diskurs auf eine radikale Weise erneuert und so "voll alten Geists" bleibt.
Über den Autor
Eva Kocziszky ist Klassische Philologin, Germanistin und Professorin an der Universität für Theater und Filmkunst in Budapest. Sie war Gastprofessorin an mehreren europäischen Universitäten (u.a. Metz, Münster und Berlin), hat als Humboldtianerin jahrelang in Deutschland geforscht, war research fellow am Getty Research Institute Los Angeles und am INHA in Paris. Sie forscht unter anderem zu antiker Literatur und deren Rezeption, zur Gegenwärtigkeit der Antike in Dichtung und Kunst sowie zur Lyrik von Hölderlin bis Grünbein.
Details
Erscheinungsjahr: 2026
Genre: Allg. & vergl. Sprachwissenschaft, Geisteswissenschaften, Kunst, Musik
Rubrik: Sprachwissenschaft
Medium: Taschenbuch
Reihe: Literaturwissenschaft, Bd. 122
Inhalt: 148 S.
ISBN-13: 9783732912087
ISBN-10: 3732912086
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Kocziszky, Eva
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Frank & Timme GmbH
Frank und Timme GmbH
Literaturwissenschaft, Bd. 122
Verantwortliche Person für die EU: Frank & Timme GmbH, Wittelsbacherstr. 27a, D-10707 Berlin, info@frank-timme.de
Maße: 210 x 148 x 10 mm
Von/Mit: Eva Kocziszky
Erscheinungsdatum: 05.02.2026
Gewicht: 0,225 kg
Artikel-ID: 134534766

Ähnliche Produkte