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Beschreibung
Anton und Gerda gehört zu Hans Falladas frühem Prosawerk und zeigt bereits jene genaue Beobachtung des Alltäglichen, die seine späteren Romane prägen sollte. Im Zentrum steht die spannungsreiche Beziehung zweier junger Menschen, deren Wunsch nach Nähe, Halt und bürgerlicher Ordnung an innerer Unsicherheit und äußeren Zwängen reibt. Falladas Stil verbindet psychologische Nüchternheit mit empfindsamer Detailtreue; literarisch steht der Text zwischen spätnaturalistischer Milieuschilderung und der kommenden Neuen Sachlichkeit. Hans Fallada, 1893 als Rudolf Ditzen geboren, schrieb aus einer Biographie heraus, die von Krisen, Abhängigkeitserfahrungen, Klinikaufenthalten, beruflicher Unstetigkeit und genauer Kenntnis sozialer Randlagen geprägt war. Seine Beschäftigung mit verletzlichen, fehlbaren Figuren entspringt nicht bloßer Erfindung, sondern einer existenziellen Nähe zu Scheitern, Scham und Anpassungsdruck. Anton und Gerda lässt sich daher auch als frühe literarische Selbstbefragung lesen: Wie kann ein Mensch lieben, wenn er sich selbst kaum zu ordnen vermag? Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die Fallada nicht nur als Chronisten der Weimarer Gesellschaft, sondern als subtilen Psychologen kennenlernen möchten. Anton und Gerda ist kein bloßes Vorstück zu den berühmteren Werken, sondern ein eigenständiger Schlüssel zu Falladas Themenwelt: Liebe, Schwäche, soziale Enge und die schwierige Würde gewöhnlicher Menschen.
Anton und Gerda gehört zu Hans Falladas frühem Prosawerk und zeigt bereits jene genaue Beobachtung des Alltäglichen, die seine späteren Romane prägen sollte. Im Zentrum steht die spannungsreiche Beziehung zweier junger Menschen, deren Wunsch nach Nähe, Halt und bürgerlicher Ordnung an innerer Unsicherheit und äußeren Zwängen reibt. Falladas Stil verbindet psychologische Nüchternheit mit empfindsamer Detailtreue; literarisch steht der Text zwischen spätnaturalistischer Milieuschilderung und der kommenden Neuen Sachlichkeit. Hans Fallada, 1893 als Rudolf Ditzen geboren, schrieb aus einer Biographie heraus, die von Krisen, Abhängigkeitserfahrungen, Klinikaufenthalten, beruflicher Unstetigkeit und genauer Kenntnis sozialer Randlagen geprägt war. Seine Beschäftigung mit verletzlichen, fehlbaren Figuren entspringt nicht bloßer Erfindung, sondern einer existenziellen Nähe zu Scheitern, Scham und Anpassungsdruck. Anton und Gerda lässt sich daher auch als frühe literarische Selbstbefragung lesen: Wie kann ein Mensch lieben, wenn er sich selbst kaum zu ordnen vermag? Empfohlen sei dieses Buch Leserinnen und Lesern, die Fallada nicht nur als Chronisten der Weimarer Gesellschaft, sondern als subtilen Psychologen kennenlernen möchten. Anton und Gerda ist kein bloßes Vorstück zu den berühmteren Werken, sondern ein eigenständiger Schlüssel zu Falladas Themenwelt: Liebe, Schwäche, soziale Enge und die schwierige Würde gewöhnlicher Menschen.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 172 S.
ISBN-13: 9788027360697
ISBN-10: 8027360692
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Fallada, Hans
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 9 mm
Von/Mit: Hans Fallada
Erscheinungsdatum: 17.12.2022
Gewicht: 0,24 kg
Artikel-ID: 126416315