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Beschreibung
Alraune (1911) verbindet Schauerroman, Dekadenzliteratur und frühe Science-Fiction zu einer verstörenden Studie über Vererbung, Begehren und moralische Verantwortung. Im Zentrum steht Professor Jakob ten Brinken, der aus dem Samen eines Hingerichteten und dem Körper einer Prostituierten ein Kind zeugen lässt: Alraune, eine moderne Verkörperung des Mandragora-Mythos. Ewers erzählt in einem üppigen, suggestiven Stil, in dem medizinischer Diskurs, Okkultismus und fin-de-siècle-Erotik ineinandergreifen. Der Roman gehört zum literarischen Kontext der Jahrhundertwende, geprägt von Degenerationstheorien, Experimentalglauben und der Figur der femme fatale. Hanns Heinz Ewers (1871-1943) war ein deutscher Schriftsteller, Reisender und Provokateur, dessen Werk zwischen Phantastik, Groteske und psychologischer Abgründigkeit oszilliert. Seine Beschäftigung mit Okkultismus, Sexualpathologie, zeitgenössischer Wissenschaft und ästhetischem Exzess prägte Alraune entscheidend. Die Figur Frank Braun, Ewers' wiederkehrender Beobachter und Alter Ego, spiegelt dabei den skeptischen Intellektuellen einer Epoche, die technische Macht und ethische Orientierungslosigkeit zugleich erlebte. Empfohlen sei Alraune Leserinnen und Lesern, die den europäischen Horror jenseits bloßer Effekte verstehen möchten. Das Buch fasziniert als kulturhistorisches Dokument ebenso wie als literarisch raffinierte Warnung vor einer Wissenschaft, die den Menschen erschafft, ohne ihn zu begreifen.
Alraune (1911) verbindet Schauerroman, Dekadenzliteratur und frühe Science-Fiction zu einer verstörenden Studie über Vererbung, Begehren und moralische Verantwortung. Im Zentrum steht Professor Jakob ten Brinken, der aus dem Samen eines Hingerichteten und dem Körper einer Prostituierten ein Kind zeugen lässt: Alraune, eine moderne Verkörperung des Mandragora-Mythos. Ewers erzählt in einem üppigen, suggestiven Stil, in dem medizinischer Diskurs, Okkultismus und fin-de-siècle-Erotik ineinandergreifen. Der Roman gehört zum literarischen Kontext der Jahrhundertwende, geprägt von Degenerationstheorien, Experimentalglauben und der Figur der femme fatale. Hanns Heinz Ewers (1871-1943) war ein deutscher Schriftsteller, Reisender und Provokateur, dessen Werk zwischen Phantastik, Groteske und psychologischer Abgründigkeit oszilliert. Seine Beschäftigung mit Okkultismus, Sexualpathologie, zeitgenössischer Wissenschaft und ästhetischem Exzess prägte Alraune entscheidend. Die Figur Frank Braun, Ewers' wiederkehrender Beobachter und Alter Ego, spiegelt dabei den skeptischen Intellektuellen einer Epoche, die technische Macht und ethische Orientierungslosigkeit zugleich erlebte. Empfohlen sei Alraune Leserinnen und Lesern, die den europäischen Horror jenseits bloßer Effekte verstehen möchten. Das Buch fasziniert als kulturhistorisches Dokument ebenso wie als literarisch raffinierte Warnung vor einer Wissenschaft, die den Menschen erschafft, ohne ihn zu begreifen.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2022 |
|---|---|
| Genre: | Science Fiction & Fantasy |
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 156 S. |
| ISBN-13: | 9788027255986 |
| ISBN-10: | 8027255988 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Ewers, Hanns Heinz |
| Hersteller: | Musaicum Books |
| Verantwortliche Person für die EU: | OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 8 mm |
| Von/Mit: | Hanns Heinz Ewers |
| Erscheinungsdatum: | 04.12.2022 |
| Gewicht: | 0,217 kg |