Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Das Jahr 1805 markiert eine wichtige Zäsur in Goethes Kunstdenken. Mit Schillers Tod wird für Goethe die Aufgabe der Selbstvergewisserung immer wichtiger, so ist bereits der Winckelmann-Aufsatz zu Beginn dieses Zeitraums weniger eine Rettung des Andenkens an den Antiquar und Ästhetiker, er entwirft vielmehr das Bild eines exemplarischen Menschen der Epoche, der sich in der Erfahrung der Antike seiner Eigenheit versichert. Insofern setzt Goethe hier zu einem Neuansatz an. Die Idee des Vorbildcharakters des Älteren wird verworfen, Individuum und Moderne werden gerechtfertigt. Die Betonung der Subjektivität hat geradezu etwas Anarchisches: »Denn wozu dient alle der Aufwand von Sonnen und Planeten und Monden, von Sternen und Milchstraßen, von gewordenen und werdenden Welten, wenn sich nicht zuletzt ein glücklicher Mensch unbewußt seines Daseins erfreut?« Für Goethe bietet die Kunst vor allem die Möglichkeit der Selbstverwirklichung, und die Ästhetik fungiert als unterstützende Strategie der Erfahrung.
Das Jahr 1805 markiert eine wichtige Zäsur in Goethes Kunstdenken. Mit Schillers Tod wird für Goethe die Aufgabe der Selbstvergewisserung immer wichtiger, so ist bereits der Winckelmann-Aufsatz zu Beginn dieses Zeitraums weniger eine Rettung des Andenkens an den Antiquar und Ästhetiker, er entwirft vielmehr das Bild eines exemplarischen Menschen der Epoche, der sich in der Erfahrung der Antike seiner Eigenheit versichert. Insofern setzt Goethe hier zu einem Neuansatz an. Die Idee des Vorbildcharakters des Älteren wird verworfen, Individuum und Moderne werden gerechtfertigt. Die Betonung der Subjektivität hat geradezu etwas Anarchisches: »Denn wozu dient alle der Aufwand von Sonnen und Planeten und Monden, von Sternen und Milchstraßen, von gewordenen und werdenden Welten, wenn sich nicht zuletzt ein glücklicher Mensch unbewußt seines Daseins erfreut?« Für Goethe bietet die Kunst vor allem die Möglichkeit der Selbstverwirklichung, und die Ästhetik fungiert als unterstützende Strategie der Erfahrung.
Zusammenfassung
Goethe, Johann WolfgangJohann Wolfgang Goethe, am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren, absolvierte ein Jurastudium und trat dann in den Regierungsdienst am Hof von Weimar ein. 1773 veröffentlichte er Götz von Berlichingen (anonym) und 1774 Die Leiden des jungen Werthers. Es folgte eine Vielzahl weiterer Veröffentlichungen, zu den berühmtesten zählen Italienische Reise (1816/1817), Wilhelm Meisters Lehrjahre (1798) und Faust (1808). Johann Wolfgang Goethe starb am 22. März 1832 in Weimar.
Apel, FriedmarFriedmar Apel, geboren 1948, lehrte Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld und schrieb regelmäßig Buchkritiken für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Das Buch Fritze war sein erster Roman. Er verstarb am 21. Oktober 2018 in Bielefeld.
Inhaltsverzeichnis
Winkelmann und sein Jahrhundert (1805) - Beiträge zur >Jenaischen Allgemeinen Literatur-Zeitung< und vermischte Schriften (1805-1809) - Philipp Hackert (1811) - Beiträge zum >Morgenblatt für gebildete Stände< und vermischte Schriften (1811-1815) - Kommentar von Friedmar Apel
Details
Erscheinungsjahr: 1998
Fachbereich: Geisteswissenschaften allgemein
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Buch
Inhalt: 945 S.
ISBN-13: 9783618603900
ISBN-10: 3618603908
Sprache: Deutsch
Ausstattung / Beilage: Dünndruck
Einband: Leinen
Autor: Goethe, Johann Wolfgang von
Herausgeber: Friedmar Apel
Hersteller: Deutscher Klassiker Verlag
Verantwortliche Person für die EU: Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG, Torstr. 44, D-10119 Berlin, info@insel-verlag.de
Abbildungen: 19 Abb. auf Taf.
Maße: 197 x 122 x 43 mm
Von/Mit: Johann Wolfgang von Goethe
Erscheinungsdatum: 31.03.1998
Gewicht: 0,618 kg
Artikel-ID: 106328095

Ähnliche Produkte